• Diabetes mellitus

    Hunde und Katzen erkranken hÀufig an Diabetes mellitus!

    Ihr Tier auch? FrĂŒherkennung sichert LebensqualitĂ€t. Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Was bedeutet Diabetes mellitus?

    Mit dem Begriff Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wird eine Störung des Nahrungsstoffwechsels bezeichnet. Sie wird ausgelöst durch einen Mangel des Hormons Insulin. Insulin wird in der BauchspeicheldrĂŒse produziert und sorgt dafĂŒr, dass der aus der Nahrung gewonnene Zucker, die Glukose, aus der Blutbahn in die Körperzellen gelangt. Dort wird er als Energielieferant benötigt. Fehlt dem Tier Insulin, kann sein Körper den mit der Nahrung aufgenom- menen Zucker nicht mehr als Energielieferant nutzen. Die Glukose verbleibt im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt immer weiter an.

    Kommt Diabetes bei Tieren hÀufig vor?

    Erkranken können alle Tierarten, besonders betroffen sind Hunde und Katzen aber auch kleine Heimtiere wie Kanin- chen und Degus. Bei Hunden tritt die Krankheit meist im mittleren Alter zwischen 7 und 9 Jahren auf, wobei HĂŒn- dinnen hĂ€ufiger betroffen sind als RĂŒden. Bei Katzen be- steht ein erhöhtes Risiko ab einem Alter von etwa 10 Jah- ren, vor allem aber fĂŒr kastrierte, ĂŒbergewichtige Kater.

    Was ist die Ursache fĂŒr Diabetes mellitus?

    Bei den meisten diabetischen Hunden beruht der Insulin- mangel auf einer Zerstörung der insulinbildenden Zellen. UrsĂ€chlich verantwortlich dafĂŒr sind u. a. erbliche Veran- lagung, Infektionen oder Tumoren der BauchspeicheldrĂŒse. Diabetes bei Katzen wird durch viele Faktoren verursacht. Mangel an Bewegung, falsche ErnĂ€hrung und vor allem Übergewicht spielen hier eine wichtige Rolle.

    Wie macht sich Diabetes beim Tier bemerkbar?

    Um den ĂŒberschĂŒssigen Blutzucker ĂŒber die Nieren wieder ausscheiden zu können, muss dem Körper sehr viel FlĂŒssig- keit zugefĂŒhrt werden. Ein zuckerkrankes Tier trinkt des- halb viel mehr als vorher und setzt entsprechend mehr Urin ab. Diabetische Tiere nehmen meist ab, obwohl sie mehr fressen als vorher, denn sie können ihre Nahrung nicht mehr richtig nutzen. Oft zeigen Sie regelrechten Heiß- hunger. Bei Katzen ist anstelle von vermehrtem Hunger hĂ€ufiger Appetitmangel und Erbrechen zu beobachten. Manche Katzen fallen durch eine verĂ€nderte Gangart auf, die auf eine flachere Fußung der Hinterhand zurĂŒck zu fĂŒhren ist. Da den Körperzellen nur noch wenig oder gar keine Energie mehr zugefĂŒhrt werden kann, wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen: Das Fell wird stumpf, Leber, Niere und Gehirn können Schaden nehmen. Bei Hunden können Sehstörungen durch LinsentrĂŒbung (diabetische Katarakt) bis hin zur Blindheit auftreten.

    Hier noch einmal die auffÀlligsten Anzeichen:

    • vermehrtes Trinken
    • vermehrter Urinabsatz
    • gesteigerte Futteraufnahme bei gleichzeitigem Gewichtsverlust
    • Appetitmangel u. Erbrechen bei Katzen

    Haben Sie eine der beschriebenen VerÀnderungen bei Ihrem Tier schon beobachtet? Wenn ja, warten Sie nicht ab, sondern suchen Sie umgehend eine Tierarztpraxis auf. Eine Blutuntersuchung verschafft Gewissheit!

    Diabetes mellitus ist kein Todesurteil!

    Auch wenn es bei Diabetes mellitus fĂŒr Hunde oder Katzen kaum eine Heilung gibt, lĂ€sst sich die Erkrankung mit Insulingaben gut kontrollieren. Mit Ihrer Hilfe und der tierĂ€rztlichen Behandlung und Betreuung kann auch ein zuckerkrankes Tier ein langes, ausgefĂŒlltes Leben genießen!

    Hunde- und Katzen erkranken hÀufig an Diabetes mellitus! Ihr Tier auch? Das Praxisteam steht Ihnen gerne in allen Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge Ihres Tieres zur Seite.


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  • Gelenkerkrankungen - Arthrose

    Hunde und Katzen leiden hÀufig an Gelenkerkrankungen! Ihr Tier auch?

    Wussten Sie, dass bis zu 90 % der großwĂŒchsigen Hunde ab etwa 7 Jahren an Arthrosen der HĂŒftgelenke und etwa 20 % der Ă€lteren Hunde und Katzen an Kniegelenks-, Ellenbogengelenks- und WirbelsĂ€ulenarthrosen leiden? Auch Ihr Tier könnte betroffen sein!

    Wie entsteht eine Arthrose?

    Gelenkerkrankungen entwickeln sich schleichend ĂŒber Jahre, oft ohne dass die Tiere eine entsprechende Behinderung erkennen lassen. Der Grundstein fĂŒr Arthrosen wird schon beim jungen Tier gelegt. Ausgelöst durch Überbeanspruchung eines gesunden Gelenks (z. B. Übergewicht, ĂŒbermĂ€ĂŸiger Leistungssport) oder Fehlbelastung eines vorgeschĂ€digten Gelenks (z. B. HĂŒftgelenkdysplasie, Wachstumsstörungen, Gliedmaßenfehlstellungen) kommt es im Gelenk selbst wie auch an den Knochen des Gelenks zu krankhaften VerĂ€nderungen. Das Gelenk bĂŒĂŸt seine ursprĂŒngliche Form und Funktion ein.

    Dies behindert Hund und Katze in ihrer normalen Beweglichkeit. Arthrosen mĂŒssen zunĂ€chst nicht schmerzhaft sein, doch fĂŒhren zusĂ€tzliche Belastungen wie Reizungen durch abgeriebene Gelenkbestandteile, Stoffwechselstörungen oder UnfĂ€lle schnell zu einer EntzĂŒndung des bereits geschĂ€digten Gelenks (= Osteoarthritis), die hĂ€ufig mit starken Schmerzen und Lahmheit einhergeht.

    RegelmĂ€ĂŸige Vorsorgeuntersuchungen Ihres jungen Tieres helfen entsprechende VerĂ€nderungen zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit auch im Alter die Beweglichkeit Ihres Vierbeiners erhalten bleibt!

    Wie erkennt man das Problem rechtzeitig?

    Da Ă€ltere Tiere hĂ€ufig nicht mehr so temperamentvoll und verspielt sind, ist es fĂŒr Sie nicht einfach, erste Anzeichen einer Arthrose oder Osteoarthritis zu erkennen. Achten Sie bitte deshalb sehr genau auch auf kleinste VerĂ€nderungen im Bewegungsablauf und Verhalten Ihres Tieres! Besonders Katzen sollten gut beobachtet werden, da die wichtige Kontrolle bei den tĂ€glichen SpaziergĂ€ngen, wie sie bei Hunden möglich ist, entfĂ€llt.Zögern Sie nicht, Ihr Tier grĂŒndlich orthopĂ€disch untersuchen zu lassen, wenn z. B.

    • Ihr Hund / Ihre Katze in letzter Zeit ruhiger ist als sonst
    • das Aufstehen Schwierigkeiten bereitet
    • das Treppensteigen nicht mehr so zĂŒgig voran geht
    • Ihr Tier nicht mehr gern ins Auto oder auf den Lieblingsplatz springt
    • Ihr Hund / Ihre Katze manchmal aggressiv wird – scheinbar ohne Grund
    • Ihr Hund beim Spazierengehen bummelt
    • Ihre Katze sich nicht mehr so grĂŒndlich putzt und manchmal unsauber ist

    Wie kann dem Tier geholfen werden?

    Nach sorgfĂ€ltiger Diagnosestellung und dem jeweiligen Schweregrad der Erkrankung wird speziell fĂŒr Ihr Tier ein Behandlungsplan erstellt. Ziel der Behandlung ist das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und Beschwerdefreiheit fĂŒr den Patienten zu erreichen. Unterschiedliche BehandlungsansĂ€tze allein oder in Kombination sind möglich:

    • Gewichtsreduktion
    • individuelle Bewegungsprogramme
    • Physiotherapie
    • Akupunktur
    • Physikalische Therapie wie Mikrowellen-, Magnetfeld- oder Laserbestrahlung
    • gelenkunterstĂŒtzende ErgĂ€nzungsfuttermittel (z. B. mit dem Inhaltsstoff Chondroitinsulfat)
    • entzĂŒndungshemmende und schmerzlindernde Medikamente
    • Operation

    Da sich bereits eingetretene VerĂ€nderungen an den Gelenken nur selten rĂŒckgĂ€ngig machen lassen, muss die fĂŒr Ihr Tier konzipierte Therapie lebenslang durchgefĂŒhrt werden. ZusĂ€tzlich zur Behandlung können Sie auch im hĂ€uslichen Umfeld z. B. mit Rampen fĂŒr Treppen und einer Einstieghilfe fĂŒr das Auto dazu beitragen, Ihrem Tier den Alltag zu erleichtern. Das Praxisteam gibt Ihnen gerne weitere Tipps und Anregungen.

    Denken Sie daran:

    Durch die frĂŒhzeitige Diagnose einer Gelenkerkrankung und konsequentes Einhalten des Therapieplans Ihrer Tierarztpraxis schenken Sie Ihrem Tier wieder mehr Bewegungsfreude und LebensqualitĂ€t!


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  • Parodontalerkrankungen

    Hunde- und Katzensenioren leiden hÀufig unter Parodontalerkrankungen! Ihr Tier auch?

    RegelmĂ€ĂŸige Zahnpflege sichert Gesundheit und Wohlbefinden. Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Haben Sie heute schon Ihre ZĂ€hne geputzt? Bestimmt haben Sie, denn Sie wissen, dass gepflegte ZĂ€hne nicht nur besser aussehen, sondern auch lĂ€nger gesund bleiben. Zahngesundheit ist Teil der Allgemeingesundheit! Das gilt auch fĂŒr Ihren Hund und Ihre Katze.

    Wie entsteht eine Parodontalerkrankung?

    Hygienische und ernĂ€hrungsbedingte Probleme spielen bei der Entstehung einer Parodontalerkrankung (Zahnbetterkrankung) eine große Rolle! Ursache allen Übels ist die Ablagerung von weichem Zahnbelag (Plaque) auf der ZahnoberflĂ€che am Übergang zum Zahnfleisch. Plaque setzt sich aus Futterresten und Speichelanteilen zusammen und ist dicht besiedelt mit Bakterien. Wird der Zahnbelag durch ZĂ€hneputzen nicht regelmĂ€ĂŸig entfernt, lagern sich Kalksalze ein und es entsteht brauner, ĂŒbelriechender Zahnstein.

    Das Zahnfleisch reagiert darauf sofort mit einer EntzĂŒndung (Gingivitis), die noch vollstĂ€ndig abheilen kann, wenn der Zahnstein schnellstens entfernt wird. Wird die Erkrankung an diesem Punkt nicht gestoppt, breitet sich die EntzĂŒndung aus und greift den Zahnhalteapparat an. Es entsteht die so genannte Parodontitis.

    Die Folgen der Parodontitis

    • Fortschreitende Ablösung des Zahnfleisches von der ZahnoberflĂ€che
    • Bildung von Zahnfleischtaschen mit schmerzhaften Eiterherden
    • Zahnfleischschwund
    • Auflösung der die Zahnwurzeln tragenden Knochenmulden
    • Lockerung und Ausfallen der ZĂ€hne
    • Ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren- und LeberschĂ€den durch massive Keimverschleppung in die Blutbahn.

    Tiere mit Parodontitis machen einen kranken Eindruck. Durch permanente Schmerzen verĂ€ndert sich auch ihr Wesen! Lassen Sie es nicht so weit kommen! Sie, als Tierhalter, können maßgeblich die Zahngesundheit Ihres Hundes und Ihrer Katze beeinflussen durch die richtige und regelmĂ€ĂŸige Pflege der ZĂ€hne.

    Vorbeugende Maßnahmen

    • Das Mittel der Wahl ist das tĂ€gliche ZĂ€hneputzen mit einer weichen ZahnbĂŒrste und einer speziellen Zahncreme.
    • Auch spezielle, mit zahnreinigenden Enzymen getrĂ€nkte Kaustrips, nach den Mahlzeiten gegeben, fördern die SĂ€uberung der ZĂ€hne.
    • Die gleiche Funktion haben Zahnputzfutter. Das sind Trockenfutterzubereitungen, die beim Durchbeißen die Plaques von den ZĂ€hnen schieben. Sie können als Alleinfutter oder als Teil der tĂ€glichen Futtermenge gegeben werden.
    • Vermeiden Sie die Gabe von harten Knochen, hartem Kauspielzeug und TennisbĂ€llen. Sie beschĂ€digen den Zahnschmelz und können im schlimmsten Fall zu Zahnfrakturen fĂŒhren.

    Welche Strategie zur Gesunderhaltung der ZĂ€hne speziell Ihres Tieres besonders geeignet ist, erfahren Sie in Ihrer Tierarztpraxis. Dort bekommen Sie gute Tipps und Anleitungen fĂŒr die hĂ€usliche Zahnpflege ebenso wie geeignete ZahnbĂŒrsten, Tierzahncremes, Kaustrips und Spezialzahnputzfutter!

    Empfehlung:

    Auch bei gewissenhafter hĂ€uslicher Zahnpflege ist es ratsam alle 6 bis 9 Monate Ihre Tierarztpraxis aufzusuchen, um Parodontalerkrankungen frĂŒhzeitig erkennen zu können. Wenn erforderlich, wird eine sorgfĂ€ltige Sanierung der Maulhöhle in Narkose erfolgen, um Ihrem Tier die ZĂ€hne und damit Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten. Die Angst vor dem Narkoserisiko steht in keinem VerhĂ€ltnis zu dem katastrophalen gesundheitlichen Schaden, den eine nicht behandelte Parodontitis bei Ihrem Tier verursachen kann!

    Denken Sie daran:

    Zahngesundheit ist Teil der Allgemeingesundheit!

    Gönnen Sie Ihrem Tier ein unbeschwertes, gesundes Alter!


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  • Schmerzen

    Tiere empfinden Schmerzen ebenso wie Menschen. Ihr Tier auch?

    Ihre Tierarztpraxis informiert Sie.

    Tiere empfinden Schmerzen ebenso wie Menschen, auch wenn sie das nicht mit Worten ausdrĂŒcken können!

    Akuter Schmerz

    Akuter Schmerz, wie er beispielsweise bei Verletzungen auftritt, ist sehr sinnvoll, weil er als eine Art „FrĂŒhwarnsystem“ beim Tier zu Reaktionen fĂŒhrt (z. B. das Schonen einer Gliedmaße), die weiteren Schaden verhindern sollen. Akuter Schmerz fĂŒhrt je nach Tierart zu Schreien, Zittern, weit aufgerissenen Augen, Flucht oder plötzlicher Aggression.

    Chronischer Schmerz

    Anders verhĂ€lt es sich, wenn ĂŒber lĂ€ngere Zeit schmerzhafte Reize einwirken. Dann wird akuter Schmerz chronisch. Chronische Schmerzen bedeuten eine so große Belastung fĂŒr unsere Tiere, dass sie darauf mit VerĂ€nderungen des ErnĂ€hrungs-, Schlaf- und Sozialverhaltens reagieren. Schmerzbedingte VerĂ€nderungen sind nicht immer besonders auffĂ€llig, deshalb bedarf es im Einzelfall einer guten Beobachtungsgabe, um sie feststellen zu können. Tiere, die an chronischen Schmerzen leiden, reagieren nicht mehr in gewohnter Weise auf Umweltreize, sodass in vielen FĂ€llen kein normales, artgerechtes Leben möglich ist.

    SchmerzgedÀchtnis

    Chronischer Schmerz ist tĂŒckisch, weil er sich fest im GedĂ€chtnis verankern kann (SchmerzgedĂ€chtnis). Wenn das passiert ist, werden schmerzhafte Reize viel stĂ€rker wahrgenommen. Aber auch harmlose Reize, wie z. B. eine sanfte BerĂŒhrung, werden als Schmerz empfunden, auch dann noch, wenn die eigentliche Ursache des Schmerzes gar nicht mehr vorhanden ist. Chronischer Schmerz entwickelt sich hĂ€ufig zu einer eigenstĂ€ndigen Erkrankung!

    Behandlung von Schmerzen

    Die Behandlung von Schmerzen sollte also so schnell und frĂŒh wie möglich erfolgen, um Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres zu sichern! Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der SchmerzbekĂ€mpfung. Medikamente entfalten ihre Wirkung ĂŒber entzĂŒndungshemmende oder schmerzlindernde Inhaltsstoffe. Physiotherapie, Bestrahlung, regulationsmedizinische Verfahren wie Akupunktur und konsequentes Gewichtsmanagement können hierbei ebenfalls hilfreich sein. Auch die Schmerztherapie im Zusammenhang mit anstehenden Operationen gehört zum Standardprogramm einer modernen Kleintierpraxis, in der Patienten je nach Ursache, Art und StĂ€rke des Schmerzes ganz individuell behandelt werden können.

    Was können SIE tun?

    Bitte beobachten Sie Ihr Tier sorgfÀltig! Schon kleinste Verhaltensabweichungen können Ausdruck von Schmerz sein. Sollten Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, suchen Sie bitte umgehend Ihre Tierarztpraxis auf:

    • verminderter Appetit
    • ZurĂŒckschrecken vor dem Fressen
    • mangelnde Körperpflege
    • Benagen und Belecken bestimmter Körperstellen
    • AggressivitĂ€t bei BerĂŒhrung
    • fehlendes Spielverhalten
    • Ă€ngstlicher Gesichtsausdruck
    • Unsauberkeit
    • Lahmen
    • aufgekrĂŒmmter RĂŒcken
    • Auftreibungen an einem Körperteil

    Denken Sie daran:

    Schmerzen sind hÀufig unnötig. Durch raschesHandeln können Sie Ihrem Tier Schmerzenersparen und damit ein artgerechtes Leben und eine gute LebensqualitÀt sichern.


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  • Übergewichtige Haustiere

    50 Prozent aller Hunde, Katzen und kleinen Heimtiere sind zu dick! Ihr Tier auch?

    Richtige ErnÀhrung und Haltung sichern Gesundheit und Wohlbefinden. Ihre Tierarztpraxis berÀt Sie gern.

    Übergewicht ist kein Schönheitsfehler!

    Fettleibigkeit (Adipositas) ist die hĂ€ufigste ernĂ€hrungsbedingte Erkrankung unserer Heimtiere. Tiere mit Übergewicht fĂŒhlen sich unwohl und sterben frĂŒher. Sie sind im alltĂ€glichen Leben eingeschrĂ€nkt, denn sie ermĂŒden schneller, vertragen weniger Hitze, sind reizbarer und nicht so beweglich wie ihre normalgewichtigen Artgenossen. Außerdem leiden „Dickerchen“ hĂ€ufiger unter Verstopfung und haben ein grĂ¶ĂŸeres Risiko fĂŒr eine Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, Herz/Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. HĂ€ufig ist auch ihr Immunsystem geschwĂ€cht.

    Wie kommt es zu Übergewicht?

    Ganz einfach: Das Tier frisst zu viel und oft auch noch das Falsche. Die zuviel zugefĂŒhrten Kalorien werden nicht verbraucht, sondern in Fett umgewandelt, das sich in Form von Fettpolstern unter der Haut und um die inneren Organe ablagert. Die normalen Körperfunktionen können so beeintrĂ€chtigt werden.

    Neben dem Zuviel an Futter wird das stetige Zunehmen durch Bewegungsmangel begĂŒnstigt, an dem vor allem Wohnungskatzen und kleine Heimtiere hĂ€ufig leiden. Bei Katzen und einigen Hunderassen spielt auch die Veranlagung zur Dickleibigkeit eine Rolle.

    Ist Ihr Tier ĂŒbergewichtig?

    Ob Ihr Tier normalgewichtig ist oder schon zuviel Speck angesetzt hat, können Sie anhand der folgenden Merkmale schnell selbst beurteilen:

    Normalgewicht: Die Rippen können mit der flach aufgelegten
    Hand gut ertastet werden.
    Ihr Tier hat eine Taille.
    Übergewicht: Die Rippen können durch die etwas
    stÀrkere Fettschicht nur schwer ertastet
    werden. Eine Taille ist kaum ausgeprÀgt
    und der Bauch ist rundlich.
    Adipositas: Die Rippen können durch die dicke Fettschicht
    nur sehr schwer oder gar nicht
    mehr ertastet werden. Eine Taille ist
    nicht vorhanden und der Bauch ist
    plump. HĂ€ufig sind auch Fettpolster
    ĂŒber der LendenwirbelsĂ€ule zu sehen.


    Wenn Sie feststellen, dass Ihr Tier „ein bisschen viel auf den Rippen“ hat, scheuen Sie sich bitte nicht, alsbald tierĂ€rztlichen Rat einzuholen! In Ihrer Tierarztpraxis wird das Tier gewogen und festgelegt, wie viel es innerhalb welchen Zeitraumes abnehmen sollte. HierfĂŒr wird – individuell fĂŒr Ihr Tier – ein genauer ErnĂ€hrungsplan und ein Bewegungsprogramm erstellt.



    Wie erreichen Sie Ihr Ziel?

    • Halten Sie den ErnĂ€hrungsplan bitte strikt ein, denn nur so leisten Sie einen entscheidenden Beitrag zur Gesunderhaltung Ihres Tieres.
    • FĂŒttern Sie nie Essensreste vom Tisch! Ignorieren Sie alle noch so traurigen Blicke und aufdringliche Verhaltensweisen. Ihr Tier wird schnell begreifen, dass Betteln keinen Sinn mehr hat!
    • Leckereien „nur mal so zwischendurch“ sind ab sofort vom Futterplan gestrichen. Belohnen Sie Ihr Tier wenn möglich nur mit Streicheleinheiten oder Spielen. Ist Ihr Tier jedoch an die Belohnung mit „Leckerchen“ gewöhnt, dann nutzen Sie bitte dafĂŒr kĂŒnftig das von Ihrer Tierarztpraxis zum Abspecken empfohlene Hundefutter. Vergessen Sie aber nicht, diesen Teil von der festgelegten Gesamttagesration abzuziehen.
    • Planen Sie mindestens eine Stunde tĂ€glich fĂŒr das Bewegungsprogramm mit Ihrem Tier ein. Das gilt nicht nur fĂŒr Hundebesitzer. Auch Katzen, insbesondere Wohnungskatzen, und kleine Heimtiere mĂŒssen zu mehr AktivitĂ€t angespornt werden.

    Denken Sie daran:

    Wenn Sie es wirklich wollen, können Sie durch eine verantwortungsvolle FĂŒtterung und Haltung dafĂŒr sorgen, dass Ihr Tier lange gesund und „in Form“ bleibt!


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  • Hunde mĂŒssen lernen

    Hunde mĂŒssen lernen. Ihr Hund auch!

    Ihre Tierarztpraxis hilft Ihnen gerne dabei.

    Folgsame, gut sozialisierte Hunde, die gelernt haben sich in unserem Alltag zurechtzufinden, bereichern nicht nur das Leben ihrer Besitzer, sondern verbessern in hohem Maße die Akzeptanz der Hundehaltung in unserer Gesellschaft!

    Aber: Lernen muss Spaß machen, wenn es effektiv sein soll! Das geht nur in angenehmer, freundlicher Umgebung mit freudigen Hunden und entspannten Besitzern.

    Das Angebot an Welpen- und Hundeschulen ist riesengroß, die QualitĂ€t der Ausbildung und die Qualifikation der Trainer jedoch sind sehr unterschiedlich!

    Wir wollen Ihnen helfen, fĂŒr Ihren Hund und fĂŒr sich die richtige Wahl zu treffen.

    Kriterien einer gut gefĂŒhrten Welpengruppe:

    • Zu Beginn erfolgt eine theoretische EinfĂŒhrung, in den Folgestunden wird viel erklĂ€rt und Ihre Fragen werden beantwortet.
    • Die Welpen sollten möglichst zwischen 8 und 16 Wochen alt sein.
    • Nur gesunde, entwurmte und geimpfte Hunde sollten an einer Stunde teilnehmen.
    • Ein Trainer betreut maximal 5 bis 6 Welpen, die er sowohl nach GrĂ¶ĂŸe und Alter, wie auch nach innerer Reife und Temperament gruppiert.
    • WĂŒnschenswert ist die Anwesenheit eines erfahrenen, Ă€lteren Hundes, der die kleinen DraufgĂ€nger, wenn nötig, in ihre Schranken weist.
    • Eine Welpenstunde, optimal 2 mal pro Woche, sollte 60 Minuten nicht ĂŒberschreiten.
    • Wichtig ist ein Wechsel zwischen Spielphasen, kleinen zwanglosen GehorsamsĂŒbungen und Verschnaufpausen, denn mĂŒde und ĂŒberdrehte Welpen können nicht lernen!
    • Die Welpen mĂŒssen Gelegenheit bekommen unterschiedliche Dinge und Situationen aus dem alltĂ€glichen Leben kennen zu lernen (z. B. verschiedene UntergrĂŒnde, Hindernisse, Wasser, FlatterbĂ€nder, Planen, GerĂ€usche, Fahrzeuge, Hunde anderer Rassen, andere Tiere, Umgang mit Kindern usw.).

    Bevor Sie mit Ihrem jungen Hund eine Welpengruppe besuchen, lassen Sie ihm 1 Woche Zeit, sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen!

    Kriterien einer gut gefĂŒhrten Hundeschule:

    • Angebot einer Schnupperstunde
    • Die Trainer arbeiten nach modernen Erziehungsmethoden ĂŒber positive VerstĂ€rkung ohne Gewalt (keine Stachel- und WĂŒrgehalsbĂ€nder, kein Einsatz von ReizstromgerĂ€ten fĂŒr die Alltagserziehung).
    • Die Trainer haben sich nachweislich fĂŒr Ihre Aufgabe qualifiziert.
    • Die Trainer begrenzen eine Lerngruppe auf 6 – 8 Hunde und stellen die Gruppen nach Alter und Können zusammen.
    • GeĂŒbt wird nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern in unterschiedlicher Umgebung.
    • Begleitend zur Praxis erfolgt die theoretische Wissensvermittlung ĂŒber Hundeverhalten, Lerntheorie, Auftritt des Hund-Halter-Gespanns in der Öffentlichkeit, Besprechen der Lernziele und wie sie erreicht werden können.

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  • WĂŒrmer

    SchĂŒtzen Sie Hund, Katze und sich selbst vor WĂŒrmern

    Ihre Tierarztpraxis steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

    Wie kann sich mein Tier anstecken?

    Ihr Tier kann sich mit Spul-, Haken- und BandwĂŒrmern anstecken, indem es Wurmeier, die von anderen Tieren mit dem Kot ausgeschieden wurden, beim Schnuppern mit der Schnauze aufnimmt. Solche Wurmeier können aber auch mit den Schuhen in die Wohnungen getragen werden. So hat eine Untersuchung der TierĂ€rztlichen Hochschule Hannover gezeigt, dass 20 % aller Katzen, bei denen SpulwĂŒrmer nachgewiesen wurden, reine Wohnungskatzen sind.

    Mit dem Fuchsbandwurm stecken sich Hund und Katze an, indem sie wilde Nagetiere fressen, die Bandwurmstadien in sich tragen. Der Hundebandwurm kann dagegen ĂŒbertragen werden, wenn Hunde mit nicht ausreichend erhitztem odergefrorenem Fleisch (insbesondere Innereien wie Lunge oder Leber) gefĂŒttert werden.

    Extra-Tipp: Welpen können sich bereits ĂŒber die Muttermilch, Hundewelpen sogar im Mutterleib anstecken. Einzelheiten zum Wurmbefall bei Welpen erlĂ€utern wir Ihnen gerne. Informationen dazu finden Sie auch im Internet unter www.smile-tierliebe.de.

    Hat mein Tier WĂŒrmer?

    Hunde und Katzen mit unbeaufsichtigtem Auslauf oder Tiere, die in Zwingern, Zuchten oder Tierheimen leben, haben ein höheres Risiko fĂŒr Wurmbefall als Tiere, die einzeln im Haus gehalten werden. Besonders gefĂ€hrdet sind auch Vierbeiner, die gemeinsam mit anderen Tieren gehalten werden, zur Jagd gefĂŒhrt werden oder MĂ€use fressen.

    Ihre Tierarztpraxis kann die Situation Ihres Tieres am besten einschĂ€tzen. Exakt kann der tatsĂ€chliche Wurmbefall jedoch nur ĂŒber regelmĂ€ĂŸige Kotuntersuchungen ermittelt werden.

    Kotuntersuchung als Alternative zur Entwurmung Alternativ zur regelmĂ€ĂŸigen Entwurmung können Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Wichtig ist, dass diese genau so oft wie die empfohlenen Entwurmungen durchgefĂŒhrt werden und die Kotprobe ĂŒber drei Tage hinweg gesammelt wird.

    Wie kann ich mein Tier und mich schĂŒtzen?

    FĂŒr den Schutz vor WĂŒrmern muss das Ansteckungsrisiko Ihres Tieres durch die Tierarztpraxis eingeschĂ€tzt werden. Anhand dessen wird die Art und HĂ€ufigkeit der Schutzmaßnahmen individuell festgelegt. Dabei gilt:

    • Kann das Risiko Ihres Tieres nicht ermittelt werden und sind Kotuntersuchungen nicht möglich, sind mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr im Abstand von je drei Monaten geboten.
    • In EinzelfĂ€llen kann eine monatliche Entwurmung gegen SpulwĂŒrmer sinnvoll sein. Insbesondere in Haushalten mit Kleinkindern oder Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko (Chemotherapie, HIV) kann so ein Ausscheiden von Wurmeiern, an denen sich der Mensch anstecken kann, weitgehend ausgeschlossen werden.
    • Hunde, die frisches Fleisch, insbesondere Innereien wie Leber und Lunge erhalten, sollten alle 6 Wochen gegen BandwĂŒrmer behandelt werden. Dies gilt nicht, wenn das Fleisch mindestens 10 Minuten mit einer Kerntemperatur von 65 °C erhitzt oder mindestens 1 Woche bei - 17 bis - 20 °C gefroren wurde.
    • FĂŒr Hunde und Katzen, die regelmĂ€ĂŸig unbeaufsichtigten Auslauf haben, als Jagdhunde gefĂŒhrt werden, wilde Nagetiere oder Aas fressen, ist eine monatliche Entwurmung gegen BandwĂŒrmer sinnvoll.

    Extra-Tipp: Bei einem Befall mit Spul-, Haken- und BandwĂŒrmern kann eine kombinierte Entwurmung vorgenommen werden.

    Kann ich mich bei meinem Tier anstecken?

    Spul- und BandwĂŒrmer können von Hund und Katze auf den Menschen ĂŒbergehen, wenn dieser aus Versehen unsichtbare Wurmteile aufnimmt, die ein Tier mit dem Kot ausscheidet oder in seinem Fell trĂ€gt. Nimmt ein Mensch Eier bestimmter Spul- oder Hakenwurmarten auf, kann es zu einer Wanderung von Wurmlarven in Gewebe und Organen des Menschen kommen. Als Folge werden manchmal Nervenbahnen, Augen oder das Gehirn geschĂ€digt.

    Steckt sich ein Mensch mit dem Hunde- oder Fuchsbandwurm an, kann es zu einer gefĂ€hrlichen Zystenbildung in der Leber oder anderen Organen kommen. Trotz aufwĂ€ndiger Behandlung kann ein Befall mit dem Fuchsbandwurm zum Tode fĂŒhren.

    Umso wichtiger ist es, Hunde und Katzen in Absprache mit der Tierarztpraxis sicher vor einem Befall mit WĂŒrmern zu schĂŒtzen und so weitgehend zu verhindern, dass sie immer wieder ansteckende Wurmeier ausscheiden.


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  • Zecken

    Besonders im Herbst sind Hunde von KrankheitsĂŒbertragung durch Zecken bedroht! Ihr Tier auch!

    Ihre Tierarztpraxis kennt die richtige Vorbeugestrategie.

    Klein und gefÀhrlich

    Zecken saugen Blut, nur dann können sie Eier legen und sich vermehren. Aus den Eiern schlĂŒpfen Larven, die sich nach erneuter Blutmahlzeit zu winzigen „Nymphen“ entwickeln. Auch diese saugen Blut und hĂ€uten sich schließlich zu erwachsenen Zecken. Bei jeder Blutmahlzeit gelangt der Speichel dieser Spinnentiere in die Stichwunde. Sind in dem Zeckenspeichel gefĂ€hrliche Krankheitserreger enthalten, kann ein Zeckenstich schwere GesundheitsschĂ€den zur Folge haben.

    GefÀhrliche neue Zeckenart

    In Deutschland schon lange weit verbreitet ist der „Holzbock“ (Ixodes ricinus). Je nach Region kann er beim Stich die Lyme-Borreliose ĂŒbertragen, die zu schweren Gelenkproblemen und NierenschĂ€den fĂŒhrt. FĂŒr die Erreger der GehirnhautentzĂŒndung (FSME), die von dieser Zeckenart ebenfalls ĂŒbertragen werden können, sind Hunde kaum empfĂ€nglich. Deshalb hat diese Erkrankung in der Tiermedizin eine eher untergeordnete Bedeutung. Besonders gefĂ€hrlich fĂŒr den Hund ist dagegen eine, in immer mehr Regionen Deutschlands anzutreffende neue Zeckenart, die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis). Sie ist ÜbertrĂ€ger der Babesiose, einer in Deutschland recht neuen Erkrankung, die auch als „Hundemalaria“ bezeichnet wird.

    Wie Ă€ußert sich die „Hundemalaria“?

    Die Erreger der „Hundemalaria“, die Babesien, dringen in die roten Blutkörperchen ein und zerstören sie. VerlĂ€uft die Infektion akut, bekommen erkrankte Hunde 10 bis 21 Tage nach dem Stich hohes Fieber, sind teilnahmslos und fressen nicht mehr. SpĂ€ter kommt es zu Durchfall und Erbrechen gefolgt von akutem Nierenversagen. Der Urin erscheint brĂ€unlich rot, denn er enthĂ€lt Zerfallsprodukte der zerstörten Blutkörperchen. Da diese nicht mehr fĂŒr den Sauerstofftransport zur VerfĂŒgung stehen, leiden die Patienten unter Atemnot und mĂŒssen husten. Auch das Herz schlĂ€gt schneller. Schließlich verlieren die Hunde das Bewusstsein. Einige Tiere zeigen einen schleichenden Krankheitsverlauf und haben, Ă€hnlich wie bei der menschlichen Malaria, immer wieder FieberschĂŒbe. Der Nachweis der Erreger erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Wegen der verzögerten Immunantwort ist nicht immer ein eindeutiger Beweis möglich.

    Kann man „Hundemalaria“ heilen?

    Zur Behandlung der Babesiose können spezielle Medikamente eingesetzt werden, die bei rechtzeitiger Diagnose meist helfen, die Erkrankung auszuheilen. Sie können auch vorbeugend angewendet werden, wenn z. B. eine Reise in ein Auwaldzeckengebiet geplant ist. Ein Teil der erkrankten Hunde aber beherbergt weiterhin Babesien und bleibt so ein stĂ€ndiges Reservoir fĂŒr Zecken, durch das sie beim Blutsaugen immer wieder aufs Neue mit Krankheitserregern versorgt werden.

    Zeckenschutz im Herbst ist besonders wichtig

    Saugt eine Auwaldzecke im FrĂŒhjahr Blut, das Babesien enthĂ€lt, gehen diese bei weiblichen Zecken auch auf die Eier ĂŒber. So sind im Herbst ungleich viel mehr infizierte Nymphen und erwachsene Zecken auf der Suche nach einer Mahlzeit als zum Jahresanfang. Die Gefahr fĂŒr Hunde, mit „Hundemalaria“ angesteckt zu werden, ist deshalb besonders groß. Jede Zecke, die entdeckt wird, sollte schnellstmöglich – ohne Verwendung von HilfsflĂŒssigkeiten – vollstĂ€ndig entfernt werden. Gut geeignet fĂŒr die Zeckenentfernung sind spezielle Haken oder Zangen, die auch den Kopf herausziehen.

    Nymphen allerdings werden wegen ihrer Winzigkeit oft ĂŒbersehen. Deshalb hĂ€lt Ihr Praxisteam zum Schutz vor Zecken in gefĂ€hrdeten Gebieten Medikamente bereit, die zweifach wirksam sind: Einerseits vertreiben sie die Spinnentiere, andererseits wird ein großer Teil von ihnen abgetötet. Diese Medikamente werden entweder als Halsband verwendet oder als so genannte „Spot-on“-Behandlung in flĂŒssiger Form auf den Nacken aufgetragen. Vorsicht! FĂŒr Katzen sind diese Substanzen zum Teil tödlich! Welches Medikament fĂŒr Ihren Hund das richtige ist, zeigt sich im BeratungsgesprĂ€ch in Ihrer Tierarztpraxis.

    Bedenken Sie:

    Zecken können zu fast jeder Jahreszeit gefĂ€hrliche Krankheiten ĂŒbertragen. Je nach Region kann eine individuell angepasste Vorbeugestrategie Ihren Hund wirkungsvoll schĂŒtzen. Nutzen Sie deshalb die Beratung durch die Fachleute in Ihrer Tierarztpraxis.


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  • SchilddrĂŒsen-erkrankungen

    Immer mehr Hunde und Katzen leiden an SchilddrĂŒsenerkrankungen! Ihr Tier auch?

    Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Die im oberen Halsbereich der Luftröhre zu beiden Seiten anliegende SchilddrĂŒse produziert die jodhaltigen Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) sowie das Kalzitonin. T4 und T3 greifen in fast alle Stoffwechselprozesse des Körpers ein, wĂ€hrend das Kalzitonin vor allem den Kalziumhaushalt kontrolliert. Die Produktion der SchilddrĂŒsenhormone wiederum steuert die HirnanhangdrĂŒse durch AusschĂŒttung regulierender Hormone. Werden SchilddrĂŒsenzellen zerstört und dadurch zu wenig Hormone produziert, entsteht eine SchilddrĂŒsenunterfunktion, die „Hypothyreose“. Werden hingegen zu viele Hormone ausgeschĂŒttet (z. B. durch den Einfluss eines SchilddrĂŒsentumors), spricht manvon einer Überfunktion, der „Hyperthyreose“.

    Hypothyreose

    Die Unterfunktion der SchilddrĂŒse tritt vor allem bei mittelgroßen und großen Hunden mittleren Alters auf. Sie entwickelt sich schleichend ĂŒber Monate oder sogar Jahre. Da fast alle Körperfunktionen von den SchilddrĂŒsenhormonen beeinflusst werden, sind die Symptome nicht eindeutig. HĂ€ufig zu beobachten sind aber Fell– und HautverĂ€nderungen sowie EntzĂŒndungen, besonders in den Ohren. Da SchilddrĂŒsenhormone auch die Herzfunktion, den Muskel und den Fettaufbau beeinflussen, frieren erkrankte Hunde schnell, zeigen eine gewisse TrĂ€gheit und eine deutliche Gewichtszunahme. HĂ€ufig ist auch der so genannte „tragische“ Gesichtsausdruck zu beobachten, der durch Hautverdickungen im Kopfbereich entsteht. Seltener dagegen sind Auswirkungen auf das Nervensystem wie LĂ€hmungen.

    Wie stellt man die Krankheit fest?

    Sind andere Krankheitsursachen fĂŒr die Beschwerden ausgeschlossen worden, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss geben. Hierbei werden sowohl das von der SchilddrĂŒse selbst produzierte T4 wie auch das Steuerungshormon TSH der HirnanhangsdrĂŒse gemessen. Auch der Cholesterinspiegel und die Zahl der roten Blutkörperchen bieten Anhaltspunkte. Da die Zerstörung der hormonbildenden Zellen aber langsam verlĂ€uft, ist nicht immer ein eindeutiger Nachweis der Hypothyreose möglich. ZusĂ€tzlich kann dann eine Ultraschalluntersuchung helfen, die Diagnose zu sichern. Wichtig ist, dass vor der Untersuchung alle Medikamente, die Einfluss auf die SchilddrĂŒse nehmen können (z. B. Kortison, Schmerzmittel und bestimmte Antibiotika) abgesetzt werden, damit das Ergebnis beurteilbar ist.

    Wie behandelt man Hunde mit Hypothyreose?

    Sie bekommen lebenslang zwei Mal tĂ€glich Tabletten, die das fehlende SchilddrĂŒsenhormon enthalten. Am Anfang der Therapie wird die Dosis durch Bestimmung des Blutspiegels hĂ€ufiger kontrolliert und angepasst, spĂ€ter reicht ein Untersuchungsintervall von 4 – 6 Monaten aus. Die meisten Beschwerden, die durch die Hypothyreose hervorgerufen wurden, verschwinden nach einigen Wochen bis Monaten.

    Hyperthyreose

    An dieser typischerweise im höheren Alter auftretenden Überproduktion von SchilddrĂŒsenhormonen erkranken vor allem Katzen. Ihr Stoffwechsel lĂ€uft, ebenso wie der Herzschlag auf „Hochtouren“ und verbraucht sehr viel Energie. Die Tiere zeigen ein verĂ€ndertes Verhalten, sind ĂŒbernervös bis aggressiv, fressen große Portionen und nehmen dabei trotzdem ab. HĂ€ufig haben Herz und Nieren schon Schaden genommen. Die Diagnose erfolgt durch Abtasten der manchmal vergrĂ¶ĂŸerten SchilddrĂŒse, sicherer aber durch eine Bestimmung der SchilddrĂŒsenhormonwerte im Blut. Eventuell wird auch eine Messung der SchilddrĂŒsenaktivitĂ€t (Szintigrafie) nach Injektion radioaktiver Marker durchgefĂŒhrt. Die Therapie erfolgt entweder mit Tabletten oder durch Zerstörung des verĂ€nderten und ĂŒbermĂ€ĂŸig aktiven SchilddrĂŒsengewebes mit Hilfe von radioaktivem Jod. In einigen FĂ€llen kann auch die chirurgische Entfernung des verĂ€nderten SchilddrĂŒsengewebes zu einem guten Therapiererfolg fĂŒhren.

    Bedenken Sie:

    Auch zunĂ€chst harmlos erscheinende VerhaltensĂ€nderungen, Haut- oder OhrentzĂŒndungen, Gewichtszunahme oder -abnahme können eine Unter- oder Überproduktion von SchilddrĂŒsenhormonen als Ursache haben. Bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Therapie besteht jedoch eine gute Aussicht auf ein langes, beschwerdefreies Leben.


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  • Flöhe

    Und immer wieder Flöhe
 Behandlung und Vorsorge schĂŒtzen Haustier und Familie

    Ihre Tierarztpraxis hilft Ihnen, Ihr Tier dauerhaft flohfrei zu halten.

    Flöhe – nicht nur lĂ€stig, auch gefĂ€hrlich!

    • Flöhe fĂŒhren zu quĂ€lendem Juckreiz. Betroffene Hunde und Katzen kratzen und beißen sich, es kommt zu Ver - letzungen und EntzĂŒndungen der Haut, teilweise sogar zu schweren Ekzemen.
    • Bei wiederholtem Kontakt mit Flöhen kann sich eine Allergie gegen den Speichel der Parasiten entwickeln, die dauerhaft schwere Hauterkrankungen hervorrufen kann. Bei Hunden ist diese Flohspeichelallergie die hĂ€ufigste Hauterkrankung ĂŒberhaupt.
    • Flöhe sind die wichtigste ÜbertrĂ€gerquelle von Band - wĂŒrmern. Hunde und Katzen infizieren sich, wenn sie Flöhe bei der Fellpflege verschlucken.

    • Flöhe können mit dem Blut eines Tieres auch Krank heits - erreger wie Viren oder Bakterien aufnehmen und diese beim nĂ€chsten Saugakt auf ein anderes Tier oder den Menschen ĂŒbertragen. Denn Hunde- und Katzenflöhe können auch den Menschen befallen.
    • Starker Flohbefall kann besonders bei Welpen und kleinen Tieren zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut (AnĂ€mie) fĂŒhren.

    Den Teufelskreis durchbrechen

    Ausgewachsene Flöhe sitzen im Fell von Hund und Katze. Sie stechen und saugen dann Blut. Nach der Mahlzeit legen die weiblichen Flöhe bis zu 2.000 Eier, die aus dem Fell des Tieres in die Umgebung fallen, z. B. auf den Boden, ins Körbchen, ins Bett, auf Teppich, Sofa oder ins Auto. Hier entwickeln sich aus den Eiern innerhalb von wenigen Wochen neue Flöhe, die Hund und Katze dann wieder neu befallen und erneut Eier legen.

    Ruhestadien der Flöhe, die Puppen, bleiben noch viele Monate gefÀhrlich. So beginnt ohne Behandlung ein Teufelskreis!

    Nur etwa 5% aller Flöhe finden sich als sichtbare Para - siten im Fell des Tieres. Um ein Flohproblem nachhaltig zu lösen, mĂŒssen also sowohl das Tier als auch die Um - ge bung direkt oder indirekt behandelt werden. Dazu muss strategisch vorgegangen werden. Deshalb sollte vor dem Einsatz jeglicher Mittel immer die tierĂ€rztliche Diagnose und Beratung stehen, auch der eigenen Ge - sundheit zu Liebe.

    Erwachsene Flöhe auf Hund oder Katze werden entweder mit modernen FlohhalsbĂ€ndern oder Spot-On Produkten, die auf den Nacken aufgetragen werden, schnellstmöglich abgetötet. Vorsicht: „NatĂŒrliche“ Substanzen vertreiben nur einen Teil der Parasiten, töten sie aber nicht ab. Deshalb sind sie nicht zu empfehlen!

    FĂŒr die Behandlung von z. B. Körbchen, Kissen, Sofas und Autositzen sind Umgebungssprays, Dampfreiniger oder Vernebler aus der Tierarztpraxis geeignet. ZusĂ€tzlich kann man Hund und Katze ganzjĂ€hrig mit Medikamenten behandeln, die bewirken, dass sich aus den Eiern der Flöhe spĂ€ter keine neuen Plagegeister entwickeln. So wird der Teufelskreis dauerhaft durchbrochen.

    Das 3-Punkte-Programm gegen Flöhe

    1. Behandlung von Hund und Katze mit dem Ziel, erwachsene Flöhe auf dem Tier möglichst schnell abzutöten.
    2. Behandlung der Umgebung zur Abtötung der Eier und Larven bzw. Behandlung des Tieres mit einem PrÀparat, das die Flöhe unfruchtbar macht.
    3. GanzjÀhriger vorbeugender Flohschutz, um einen Neubefall zu verhindern.

    Welche Maßnahmen fĂŒr Ihr Tier und Ihre Familie zu welcher Zeit sinnvoll und gesundheitlich vertrĂ€glich sind, erfahren Sie im BeratungsgesprĂ€ch mit Ihrem Praxisteam. Wir beraten Sie gern!


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  • Meerschweinchen und Kaninchen

    Kaninchen und Meerschweinchen werden immer beliebter!

    Ihre Tierarztpraxis gibt Tipps fĂŒr ein langes und gesundes Leben.

    Gruppenhaltung

    Fast alle kleineren Heimtiere leben von Natur aus in Familiengruppen. FĂŒr die Wohnungs- oder Freilandhaltung ist deshalb eine Kleinfamilie, bestehend aus mindestens zwei Tieren derselben Art, unabdinglich. Wegen der unterschiedlichen Körper- und Lautsprache verstehen sich Meerschweine aber nicht mit Kaninchen. Sie sollten also jeweils mindestens zu zweit in getrennten KĂ€figen leben, wenn beide Arten gehalten werden sollen. Ideal ist die Vergesellschaftung eines kastrierten MĂ€nnchens mit einem oder mehreren weiblichen Tieren. Gleichgeschlechtliche Paare verstehen sich nicht immer. Gehege fĂŒr kleine Heimtiere sollten stets genĂŒgend einzelne Unterschlupfmöglichkeiten fĂŒr alle Bewohner haben und so breit und hoch sein, dass sie darin hoppeln und aufrecht stehen können. Will man ein neues Tier in die Gruppe integrieren, sollte zunĂ€chst ein eigener KĂ€fig mit Schnupperkontakt zu den Alteingesessenen dem Neuling RĂŒckzugsmöglichkeiten bieten.

    Nach und nach kann man alle Tiere immer lĂ€nger unter Aufsicht zusammensetzen, um allzu schmerzhafte Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die frĂŒhzeitige Kastration der MĂ€nnchen wirkt zusĂ€tzlich aggressionsmindernd.

    Lebenslang gesund

    Kaninchen und auch Meerschweinchen können bis zu 15 Jahre alt werden. Wichtigste Voraussetzung hierfĂŒr sind gesunde ZĂ€hne. Oft unbekannt: Nicht nur die gut sichtbaren VorderzĂ€hne, auch die BackenzĂ€hne dieser KleinsĂ€uger wachsen in nur einer Woche bis zu 3 mm! Einzig durch ein gleichmĂ€ĂŸiges Abschleifen beim stundenlangen Zermahlen von faserreichem Heu behalten die Tiere eine ebene, glatte ZahnflĂ€che. Weiches GemĂŒse, Obst, Gras oder gar Fertigfutter dagegen wird oft mehr gelutscht als gekaut. So nutzen sich die ZĂ€hne nicht mehr gleichmĂ€ĂŸig ab und bald bleiben an den ZahnrĂ€ndern kleine, messerscharfe Spitzen stehen. Wird dies nicht rechtzeitig bemerkt, entstehen schmerzhafte Druckstellen und entzĂŒndete Wunden in der Zunge und in den Wangen, die Kaninchen oder Meerschweinchen natĂŒrlich vom Fressen abhalten.

    Die Folge: Vereiterte BackenzĂ€hne, eitrige Augen durch in Mitleidenschaft gezogene TrĂ€nenkanĂ€le oder auch der frĂŒhe Hungertod. Sind erst einmal Spitzen entstanden, mĂŒssen die ZĂ€hne genauer untersucht, eventuell auf einem Röntgenbild vermessen und wieder funktionsgerecht geschliffen werden. Dieser Eingriff erfolgt aus TierschutzgrĂŒnden grundsĂ€tzlich in einer schonenden Vollnarkose. HandelsĂŒbliches Fertigfutter ist auch die Hauptursache von Störungen der Darmflora bei kleinen SĂ€ugern. Ideal ist deshalb eine Ration, die zu 80% aus Heu, zu 19% aus frischem GrĂŒn und höchstens zu 1% aus Trockenfutter besteht. Meerschweinchen benötigen meist zusĂ€tzlich Vitamin C, da sie dieses nicht selbst herstellen können.

    Alarmsignale beachten

    Schlecht zerkleinertes Futter kann im Verdauungstrakt der Heimtiere nicht verwertet werden. Beginnende Zahnprobleme zeigen sich also anfangs nicht nur durch vermehrtes Speicheln oder in einer VerĂ€nderung der Kotballen, sondern vor allem in einer Gewichtsabnahme. Kaninchen sind, auch wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, zusĂ€tzlich durch von StechmĂŒcken ĂŒbertragene Krankheiten gefĂ€hrdet.

    Zeigt ein kleines Haustier Krankheitssymptome, darf nicht mit dem Tierarztbesuch gewartet werden, denn auch z. B. harmlos erscheinender Durchfall wird fĂŒr diese Tiere schnell lebensbedrohlich. Je nach Ursache helfen die Darmflora stabilisierende ZusĂ€tze oder faserreiche ErgĂ€nzungsfuttermittel aus der Tierarztpraxis, bestimmte Antibiotika oder auch Medikamente gegen Parasiten oder Hefepilze, das Problem in den Griff zu bekommen. Manchmal muss auch operiert werden. Verweigert ein Kaninchen oder Meerschweinchen gar schon die Nahrung, muss mit einer tierĂ€rztlichen Spezialkost zugefĂŒttert werden.

    Checkliste fĂŒr die verantwortungsvolle Heimtierhaltung:

    • 1 x wöchentlich wiegen, Gewicht notieren und vergleichen
    • 1 x tĂ€glich Maul auf Speichel und Hinterteil auf Durchfallspuren und Fliegenmaden kontrollieren.
    • 1 x wöchentlich Kontrolle der VorderzĂ€hne
    • Mindestens alle 3 Monate tierĂ€rztliche Kontrolle der BackenzĂ€hne mit Spezialinstrumenten
    • Bei Kaninchen: Alle 4 – 6 Monate Impfung gegen Myxomatose und 1 x jĂ€hrlich gegen RHD

    Guter Rat Kaninchen und Meerschweinchen leiden leise, denn als „Beutetiere“ dĂŒrfen sie in freier Natur nicht als krank auffallen. Schon kleinste Krankheitsanzeichen sind deshalb immer ein Anlass, möglichst am selben Tag noch eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Gute Beobachtung durch den Tierhalter und engmaschige tierĂ€rztliche Betreuung sichern auch kleinen HeimsĂ€ugetieren ein immer lĂ€ngeres Leben.


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  • Zahngesundheit bei Katzen

    Sind Zahnfleisch und ZĂ€hne Ihrer Katze gesund?

    Ihre Tierarztpraxis hilft Probleme rechtzeitig zu erkennen und berÀt bei der Vorbeuge.

    Zahnprobleme bei Katzen sind weiter verbreitet als viele Tierbesitzer wissen, denn Katzen sind hart im Nehmen! So merkt man meist zu spĂ€t, dass sie schon massiven Zahn - stein, eine hochgradige ZahnfleischentzĂŒndung oder gar Löcher in den ZĂ€hnen haben.

    Wie kommt es dazu?

    Werden die ZĂ€hne nicht tĂ€glich intensiv geputzt, bleibt ein Belag, die „Plaque“ zurĂŒck. In diese Schicht lagern sich nach und nach Mineralstoffe und Bakterien ein. So entsteht an den AußenflĂ€chen der ZĂ€hne harter, braungrauer Zahn - stein. Durch die Eiter erregenden Keime in Plaque und Zahn stein entzĂŒndet sich das Zahnfleisch, es wird rot und riecht Übel keit erregend. Schreitet die Zahnfleisch entzĂŒn - dung (Gingivitis) weiter voran, verlieren die ZĂ€hne oft vollstĂ€ndig ihren Halt, bleiben aber als stĂ€ndiger EntzĂŒndungs - herd hĂ€ufig noch jahrelang im Kiefer. Meistens macht eine schmerzhaft gerötete Maulschleimhaut der Katze das Leben zusĂ€tzlich schwer. Außerdem entstehen, vielfach unterhalb des Zahn fleisch saumes, Löcher in den ZahnhĂ€lsen und Zahn - wurzeln. Diese werden als FORL (feline odontoklastische resorptive LĂ€sio nen) bezeichnet; Die Zahnsubstanz löst sich regelrecht auf.

    All diese EntzĂŒndungsprozesse bleiben nicht allein auf die Maulhöhle beschrĂ€nkt, denn die Eiterbakterien werden via Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt. So leiden Katzen mit Zahnproblemen oft zusĂ€tzlich an Nieren-, Leber- oder HerzschĂ€digungen. Wegen des ĂŒblen Geruchs, der nicht nur dem Besitzer sondern auch den Katzen selbst in die Nase sticht, sowie wegen der Zahnschmerzen fressen die betroffenen Tiere oft auch schlechter als vorher. Außerdem putzen sie sich hĂ€ufig nicht mehr ausreichend. BegĂŒnstigt werden ZahnfleischentzĂŒndungen außerdem durch Virusinfektionen, die das Immunsystem schwĂ€chen. Vor allem Herpes- und Caliciviren, die auch bei der Ent ste hung des so genannten „Katzenschnupfens“ beteiligt sind, be reiten den Weg fĂŒr die hochgradigen EntzĂŒndungsreak tionen. Auch die ImmmunschwĂ€chevirus–Infektion (FIV) und die KatzenleukĂ€mie (FeLV) Ă€ußern sich u. a. in einer Gingivitis.

    FrĂŒherkennung

    Um diesen schweren SchĂ€den vorzubeugen, ist die rechtzeitige Diagnose wichtig. Im Rahmen der jĂ€hrlichen Unter - suchung beim Impfen werden deshalb immer die ZĂ€hne mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet. Wichtig ist aber auch der regelmĂ€ĂŸige Zahn-Check zu Hause:

    • Frisst Ihre Katze freudig und mit gutem Appetit sofort, wenn Sie hartes oder weiches Futter bereitstellen?
    • Ist das Zahnfleisch rosa und ohne rote SĂ€ume an den ZĂ€hnen?
    • Hat sie noch alle 30 ZĂ€hne?
    • Erscheinen alle ZĂ€hne gleich lang?
    • Ist der Speichel klar und farblos?
    • Riecht die Katze aus dem Maul eher angenehm nur nach Futter?
    • Putzt sie ausgiebig alle Stellen des Fells?
    • Sind alle ZĂ€hne, auch die hinteren, schön weiß und frei von BelĂ€gen?

    Sobald Sie eine der Fragen eher mit „Nein“ beantworten mĂŒssen, sollte der Stubentiger baldmöglichst tierĂ€rztlich untersucht werden!

    Zahnsanierung

    Ergibt sich bei der Untersuchung ein behandlungsbedĂŒrftiger Befund, wird besprochen, wie es weiter gehen soll. Nach geeigneter Diagnostik ist zunĂ€chst die Entfernung des krank machenden Zahnsteins und die Wiederherstellung eines gesĂŒnderen Zahnfleisches wichtig. Da die BelĂ€ge auf den ZĂ€hnen mit einem UltraschallgerĂ€t entfernt und die ZĂ€hne anschließend aufwĂ€ndig poliert werden mĂŒssen, ist eine schonende altersangepasste Vollnarkose unumgĂ€nglich. Wegen der Eiterbakterien werden Antibiotika ĂŒber eine bestimmte Zeit ebenso verabreicht wie wirkungsvolle Schmerzmedikamente. Besteht der Verdacht, dass schon ein Organschaden vorliegen könnte, wird eine Blut- und eventuell auch eine Urinuntersuchung darĂŒber nĂ€heren Aufschluss bringen. Auch Virusinfektionen können durch Bluttests nachgewiesen werden. FORL–Löcher lassen sich am besten durch ein Röntgenbild auffinden. Betroffene ZĂ€hne mĂŒssen entfernt werden, denn die Zersetzung des Zahns ist nicht mehr aufzuhalten. Problematisch ist die Behandlung des höchstgradig entzĂŒndeten Zahnfleisches. In letzter Zeit wird neben der Therapie mit Kortison oder Antibiotika vermehrt mit „Interferon“, einem spezifischen Virusabwehrstoff, gearbeitet. Dieser wird entweder in der fĂŒr die Zahnsanie rung sowieso notwendigen Narkose in das Zahnfleisch injiziert oder danach in Form von speziell zubereiteten Tropfen tĂ€glich oral eingegeben. So kann die Immunabwehr direkt am Ort des Geschehens gesteigert und der EntzĂŒndungsprozess zurĂŒck gedrĂ€ngt werden. Nur sehr selten ist es notwendig, alle ZĂ€hne zu ziehen, um das Zahnfleisch wieder zur schmerzfreien Ruhe zu bringen.

    Als weitere Vorbeuge können außerdem desinfizierende Pasten oder Lösungen, die den Wirkstoff „Chlorhexidin“ enthalten helfen, eine erneute ZahnfleischentzĂŒndung zu verlangsamen oder zu verhindern. Am Effektivsten aber ist das tĂ€gliche ZĂ€hneputzen!

    Wie macht man das?

    Streicheln Sie zunĂ€chst einfach nur die Innenseite der Lippen mit Ihrem Finger. Gelingt dies, geben Sie ein wenig Tierzahncreme aus der Tierarztpraxis hinzu und massieren sanft die ZĂ€hne. Hat sich die Katze an die Prozedur gewöhnt, kann eine fĂŒr Katzen geeignete Zahn - bĂŒrste eingesetzt werden, die das Ergebnis entscheidend verbessert. Ihr Praxisteam unterstĂŒtzt und berĂ€t Sie auch bei der Aus wahl spezieller, zahnputzender Futter, Trink - wasser zu sĂ€t ze oder reinigender Kau röllchen fĂŒr Katzen. Lassen Sie sich ausfĂŒhrlich beraten!

    Bitte denken Sie daran: Konsequente Zahnhygiene sichert auch Katzen ein lĂ€ngeres und gesĂŒnderes Leben. Lassen Sie also die Maulhöhle Ihrer Katze mindestens ein Mal jĂ€hrlich tierĂ€rztlich untersuchen!


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  • Schmerzen bei Katzen

    Schmerzen bei Katzen bleiben hÀufig unbemerkt.

    Ihre Tierarztpraxis untersucht gezielt und verhilft Ihrem Tier zu einem schmerzfreien Leben.

    Katzen sind hart im Nehmen, denn sie dĂŒrfen als JĂ€ger keine SchwĂ€che zeigen. Deshalb versuchen sie, Schmerzen so lange wie möglich zu verstecken. Sieht man also eine Lahmheit beim Stubentiger, ist der Schmerz oft schon un ertrĂ€glich. Trotzdem schreien oder jammern Katzen so gut wie nie, vor allem, wenn sie stĂ€ndig, also „chronisch“ leiden.

    Schmerzursachen

    Ursache fĂŒr SchmerzzustĂ€nde sind einerseits Verletzungen, die beim Spielen oder KĂ€mpfen entstehen. Aber auch chronische Gelenkbeschwerden (Osteoarthritis) oder Probleme mit der WirbelsĂ€ule und den Bandscheiben verursachen schmerzhafte BewegungseinschrĂ€nkungen. Am hĂ€ufigsten betroffen sind HĂŒft- und Ellbogengelenke sowie die Brust - wirbelsĂ€ule. Auch einige innere Erkrankungen, Zahn pro ble me oder Tumoren können Schmerzen hervorrufen.

    Außer dem verschlimmern Folgeerkrankungen wie Muskel - schwund, einseitige Gelenkabnutzung oder Abmagerung das Problem schnell zusĂ€tzlich.

    Besonders fatal: Chronischer Schmerz kann sich fest im GedĂ€chtnis verankern (SchmerzgedĂ€chtnis). Wenn das passiert ist, werden schmerzhafte Reize viel stĂ€rker wahrgenommen. Aber auch harmlose Reize, wie z. B. eine sanfte BerĂŒhrung, werden als Schmerz empfunden, auch dann noch, wenn die eigentliche Ursache des Schmerzes gar nicht mehr vorhanden ist. Chronischer Schmerz entwickelt sich hĂ€ufig zu einer eigenstĂ€ndigen Erkrankung.

    Wie stellt man Schmerzen bei der Katze fest?

    Ganz wichtig ist die Beobachtung zu Hause. Stellen Sie sich selbst also unbedingt einige Fragen:

    • LĂ€uft und springt Ihre Katze wie immer?
    • Klettert sie mĂŒhelos auf den Kratzbaum oder andere erhöhte PlĂ€tze?
    • Erreicht sie beim Putzen alle Stellen des Körpers?
    • Ist das Fell am RĂŒcken oder Schwanz frei von Verfilzungen und Verklebungen?
    • Fordert sie Sie wie immer zum Spielen auf?
    • Frisst sie mit gutem Appetit?
    • Riecht sie angenehm aus dem Maul?
    • LĂ€sst sich Ihre Katze wie immer gern streicheln?
    • Reagiert sie auf Menschen oder andere Katzen wie sonst auch?
    • Benutzt sie ausschließlich ihr Klo fĂŒr alle „GeschĂ€fte“?

    Sollten Sie eine der Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, vereinbaren Sie bitte baldmöglichst einen Untersuchungs termin mit Ihrer Tierarztpraxis.

    Dort wird zu nĂ€chst grĂŒndlich untersucht, ob sich beim Abtasten, Beugen, Strecken oder in der Bewegung An haltspunkte fĂŒr einen Schmerzzustand ergeben. Die Untersuchung des Mauls ergibt Hinweise auf eventuelle Zahnschmerzen. Hilfreich fĂŒr die Diagnosestellung sind kurze Filmauf nahmen mit dem Handy oder der Digitalkamera, die die Katze zu Hause beim Laufen, Fressen oder Klettern in der stressfreien normalen Umgebung zeigen. Röntgen oder Ultraschalluntersuchungen werden immer dann notwendig, wenn Probleme an den Gelenken oder im Bauch raum genauer bestimmt werden mĂŒssen. Auch ein Check von Blut oder Urin kann sinnvoll sein. In seltenen FĂ€llen fĂŒhren erst aufwĂ€ndige Computeroder Kernspin tomo grafien zur genauen Diagnose.

    Wichtig: FĂŒr einige Untersuchungen muss Ihre Katze nĂŒchtern sein. FĂŒttern Sie sie deshalb bitte nicht vor dem Tierarztbesuch!

    Kombinierte Schmerztherapie

    Ziele einer Schmerztherapie sind einerseits die schnelle Wiederherstellung der BewegungsfĂ€higkeit und Lebensfreude der Katze und andererseits die Verhinderung des SchmerzgedĂ€chtnisses. ZunĂ€chst wird deshalb versucht, die Ursache des Schmerzes zu beseitigen. So werden z. B. schmerzende ZĂ€hne gezogen, BeinbrĂŒche bzw. Tumoren operiert oder ein eitriger Abszess gespalten und entlastet. Besteht eine nicht zu beseitigende Schmerzursache, wie z. B. bei einer chronischen GelenkentzĂŒndung, werden verschiedene Medikamente und FutterzusĂ€tze verwendet. Sie hemmen entweder die Freisetzung bestimmter Schmerz-Botenstoffe (Prostaglandine) im Blut oder vermindern die schmerzhafte Reibung arthrotisch verĂ€nderter Gelenke. In schweren FĂ€llen werden auch morphiumartige Substanzen eingesetzt. Verabreicht werden die Medikamente als Spritzen, Tropfen, Pulver oder Tablet ten, deren Inhaltsstoffe auf die speziellen geschmacklichen Vorlieben von Katzen abgestimmt sind. So werden sie meist ohne Probleme einfach mitgefressen.

    Wichtig ist die begleitende Therapie. Je nach Grund erkrankung helfen der Katze homöopathische Mittel ebenso wie krankengymnastische Maßnahmen (Physiotherapie) oder Akupunktur. Auch Laser- oder Magnetfeld bestrahlungen, Stoßwellen- oder Aromatherapie tragen je nach Bedarf, zu einer kombinierten, ganzheitlichen Schmerztherapie bei.

    Bitte denken Sie daran:

    Katzen zeigen ihre Schmerzen kaum. Rechtzeitige Er kennung und konsequente Behandlung sichern nicht nur ein lÀngeres Leben. Sie schaffen vor allem eine stressfreie, gute LebensqualitÀt.


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  • WĂŒrmer bei Welpen

    Viele Hunde- und Katzenwelpen haben WĂŒrmer!

    Ihr Tier auch? Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Zu den hĂ€ufigsten Wurmarten bei Hund und Katze zĂ€hlen SpulwĂŒrmer, aber auch Haken- und BandwĂŒrmer kommen vor. Jungtiere sind besonders betroffen.

    Wie schaden WĂŒrmer einem Tier?

    WĂŒrmer leben im Darm und ernĂ€hren sich von Blut, Nahrungsbrei oder Gewebe ihres Wirtes. So entziehen sie ihm wichtige NĂ€hrstoffe. Vor allem Welpen zeigen deshalb Entwicklungsstörungen, struppiges Fell, Abma- gerung oder getrĂŒbte Augen. Da SpulwĂŒrmer im Darm leben, erbrechen die Kleinen hĂ€ufig und haben teilweise sogar blutigen Durchfall, der schnell lebensbedrohend werden kann. Bei starkem Hakenwurmbefall entwickelt sich eine massive AnĂ€mie (Blutarmut), die zum frĂŒh- zeitigen Tod des Tieres fĂŒhren kann.

    Wie infizieren sich Hunde und Katzen?

    Je nach Wurmart werden Welpen schon im Mutterleib an- gesteckt. Spul- und HakenwĂŒrmer gelangen als Larven auch ĂŒber die Muttermilch in Magen und Darm der Kleinen. Da die Eier erwachsener WĂŒrmer im Darm abgegeben werden und mit dem Kot ins Freie gelangen, stecken sie sich außerdem immer wieder neu an, wenn sie an KothĂ€ufchen schnuppern und dabei Wurmeier mit infektiösen Larven aufnehmen. Auch fĂŒr erwachsene Hunde und Katzen kann jedes einzelne „HĂ€ufchen“ eine stĂ€ndige Quelle fĂŒr eine erneute Ansteckung sein. Da selbst Ă€ltere Tiere nicht immer genĂŒgend AbwehrkrĂ€fte haben, um die Larven- entwicklung zu verhindern, können sie nach erneuter Infektion wiederum Wurmeier ausscheiden und werden so zur neuen Infektionsquelle.

    Ist der Mensch gefÀhrdet?

    Einige Wurmarten können bei Menschen schwerwiegende Krankheitssymptome hervorrufen, wobei Kinder besonders gefĂ€hrdet sind. Spulwurmlarven durchwandern nĂ€mlich im Zuge ihrer Entwicklung zu ausgewachsenen WĂŒrmern zunĂ€chst den Körper der Tiere, werden dann aus der Lunge ins Maul hochgehustet und wieder abgeschluckt. Nimmt der Mensch beim Schmusen mit dem Welpen die Larven so direkt oder ĂŒber Wurmeier auf, können sie in Organen wie Leber und Gehirn schwerwiegende SchĂ€den verursachen. Wird das Auge befallen, kann der Mensch erblinden.

    Hakenwurmlarven dagegen bohren sich aktiv in die mensch- liche Haut und verursachen schmerzhafte EntzĂŒndungen.

    Wie stellt man Wurmbefall fest?

    Im Vordergrund steht in der Regel das schlechte All- gemeinbefinden. DarĂŒber hinaus scheiden sehr junge Welpen SpulwĂŒrmer bei starkem Befall auch mit dem Kot als spaghettiartiges KnĂ€uel aus oder sie erbrechen sie. Ältere Tiere dagegen zersetzen abgestorbene WĂŒrmer im Darm, sodass der Nachweis meist nur ĂŒber die mik- roskopisch kleinen Eier der Parasiten gelingt. FĂŒr eine gezielte Behandlung gibt die regelmĂ€ĂŸige tierĂ€rztliche Untersuchung einer ĂŒber drei Tage gesammelten Kot- probe Aufschluss ĂŒber die vorhandene Wurmart.

    BandwĂŒrmer dagegen, mit denen sich Hunde und Katzen durch Flohbefall oder das Fressen von MĂ€usen infizieren können, geben ihre mit Eipaketen gefĂŒllten Endglieder ab. Nur diese sind dann als reiskornĂ€hnliche Gebilde im Kot mit bloßem Auge zu erkennen.

    Wie werden WĂŒrmer bekĂ€mpft?

    Je nach Wurmart, Gewicht und Lebensalter des Tieres werden verschiedene, teils verschreibungspflichtige Medikamente angewendet. Ihr Praxisteam berÀt Sie sachkundig, wie d

    iese verabreicht werden.

    Auf keinen Fall wirksam gegen WĂŒrmer sind „Hausrezepte“ wie GemĂŒse oder Knoblauch!

    Ist Wurmbefall festgestellt worden, muss mehrmalig behandelt werden, um die Parasiten zu beseitigen. Die Pausen zwischen den Behandlungen richten sich nach Wurmart und Schwere des Befalls. Bei Welpen sollte die erste Entwurmung möglichst schon ab der zweiten Lebenswoche durchgefĂŒhrt werden. Danach sind lebenslang mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr zu empfehlen. Im Einzelfall kann in Absprache mit Ihrer Tierarztpraxis sogar hĂ€ufigeres Entwurmen nötig sein.

    Bedenken Sie:

    WĂŒrmer können das Leben Ihres Welpen akut bedro- hen. Auch erwachsene Hunde und Katzen bleiben ein Leben lang infektionsgefĂ€hrdet. Nur regelmĂ€ĂŸiges Entwurmen mit geeigneten Medikamenten aus Ihrer Tierarztpraxis bewahrt die Gesundheit Ihres Vier- beiners und schĂŒtzt auch Sie und Ihre Familie vor einer Infektion.


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Quelle: Bundesverband Praktizierender TierÀrzte e.V.
Initiative s.m.i.l.e. - gesunde Tierliebe