• Diabetes mellitus

    Hunde und Katzen erkranken häufig an Diabetes mellitus!

    Ihr Tier auch? Früherkennung sichert Lebensqualität. Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Was bedeutet Diabetes mellitus?

    Mit dem Begriff Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wird eine Störung des Nahrungsstoffwechsels bezeichnet. Sie wird ausgelöst durch einen Mangel des Hormons Insulin. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und sorgt dafür, dass der aus der Nahrung gewonnene Zucker, die Glukose, aus der Blutbahn in die Körperzellen gelangt. Dort wird er als Energielieferant benötigt. Fehlt dem Tier Insulin, kann sein Körper den mit der Nahrung aufgenom- menen Zucker nicht mehr als Energielieferant nutzen. Die Glukose verbleibt im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt immer weiter an.

    Kommt Diabetes bei Tieren häufig vor?

    Erkranken können alle Tierarten, besonders betroffen sind Hunde und Katzen aber auch kleine Heimtiere wie Kanin- chen und Degus. Bei Hunden tritt die Krankheit meist im mittleren Alter zwischen 7 und 9 Jahren auf, wobei Hün- dinnen häufiger betroffen sind als Rüden. Bei Katzen be- steht ein erhöhtes Risiko ab einem Alter von etwa 10 Jah- ren, vor allem aber für kastrierte, übergewichtige Kater.

    Was ist die Ursache für Diabetes mellitus?

    Bei den meisten diabetischen Hunden beruht der Insulin- mangel auf einer Zerstörung der insulinbildenden Zellen. Ursächlich verantwortlich dafür sind u. a. erbliche Veran- lagung, Infektionen oder Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Diabetes bei Katzen wird durch viele Faktoren verursacht. Mangel an Bewegung, falsche Ernährung und vor allem Übergewicht spielen hier eine wichtige Rolle.

    Wie macht sich Diabetes beim Tier bemerkbar?

    Um den überschüssigen Blutzucker über die Nieren wieder ausscheiden zu können, muss dem Körper sehr viel Flüssig- keit zugeführt werden. Ein zuckerkrankes Tier trinkt des- halb viel mehr als vorher und setzt entsprechend mehr Urin ab. Diabetische Tiere nehmen meist ab, obwohl sie mehr fressen als vorher, denn sie können ihre Nahrung nicht mehr richtig nutzen. Oft zeigen Sie regelrechten Heiß- hunger. Bei Katzen ist anstelle von vermehrtem Hunger häufiger Appetitmangel und Erbrechen zu beobachten. Manche Katzen fallen durch eine veränderte Gangart auf, die auf eine flachere Fußung der Hinterhand zurück zu führen ist. Da den Körperzellen nur noch wenig oder gar keine Energie mehr zugeführt werden kann, wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen: Das Fell wird stumpf, Leber, Niere und Gehirn können Schaden nehmen. Bei Hunden können Sehstörungen durch Linsentrübung (diabetische Katarakt) bis hin zur Blindheit auftreten.

    Hier noch einmal die auffälligsten Anzeichen:

    • vermehrtes Trinken
    • vermehrter Urinabsatz
    • gesteigerte Futteraufnahme bei gleichzeitigem Gewichtsverlust
    • Appetitmangel u. Erbrechen bei Katzen

    Haben Sie eine der beschriebenen Veränderungen bei Ihrem Tier schon beobachtet? Wenn ja, warten Sie nicht ab, sondern suchen Sie umgehend eine Tierarztpraxis auf. Eine Blutuntersuchung verschafft Gewissheit!

    Diabetes mellitus ist kein Todesurteil!

    Auch wenn es bei Diabetes mellitus für Hunde oder Katzen kaum eine Heilung gibt, lässt sich die Erkrankung mit Insulingaben gut kontrollieren. Mit Ihrer Hilfe und der tierärztlichen Behandlung und Betreuung kann auch ein zuckerkrankes Tier ein langes, ausgefülltes Leben genießen!

    Hunde- und Katzen erkranken häufig an Diabetes mellitus! Ihr Tier auch? Das Praxisteam steht Ihnen gerne in allen Fragen der Gesundheits- und Altersvorsorge Ihres Tieres zur Seite.


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  • Gelenkerkrankungen - Arthrose

    Hunde und Katzen leiden häufig an Gelenkerkrankungen! Ihr Tier auch?

    Wussten Sie, dass bis zu 90 % der großwüchsigen Hunde ab etwa 7 Jahren an Arthrosen der Hüftgelenke und etwa 20 % der älteren Hunde und Katzen an Kniegelenks-, Ellenbogengelenks- und Wirbelsäulenarthrosen leiden? Auch Ihr Tier könnte betroffen sein!

    Wie entsteht eine Arthrose?

    Gelenkerkrankungen entwickeln sich schleichend über Jahre, oft ohne dass die Tiere eine entsprechende Behinderung erkennen lassen. Der Grundstein für Arthrosen wird schon beim jungen Tier gelegt. Ausgelöst durch Überbeanspruchung eines gesunden Gelenks (z. B. Übergewicht, übermäßiger Leistungssport) oder Fehlbelastung eines vorgeschädigten Gelenks (z. B. Hüftgelenkdysplasie, Wachstumsstörungen, Gliedmaßenfehlstellungen) kommt es im Gelenk selbst wie auch an den Knochen des Gelenks zu krankhaften Veränderungen. Das Gelenk büßt seine ursprüngliche Form und Funktion ein.

    Dies behindert Hund und Katze in ihrer normalen Beweglichkeit. Arthrosen müssen zunächst nicht schmerzhaft sein, doch führen zusätzliche Belastungen wie Reizungen durch abgeriebene Gelenkbestandteile, Stoffwechselstörungen oder Unfälle schnell zu einer Entzündung des bereits geschädigten Gelenks (= Osteoarthritis), die häufig mit starken Schmerzen und Lahmheit einhergeht.

    Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen Ihres jungen Tieres helfen entsprechende Veränderungen zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit auch im Alter die Beweglichkeit Ihres Vierbeiners erhalten bleibt!

    Wie erkennt man das Problem rechtzeitig?

    Da ältere Tiere häufig nicht mehr so temperamentvoll und verspielt sind, ist es für Sie nicht einfach, erste Anzeichen einer Arthrose oder Osteoarthritis zu erkennen. Achten Sie bitte deshalb sehr genau auch auf kleinste Veränderungen im Bewegungsablauf und Verhalten Ihres Tieres! Besonders Katzen sollten gut beobachtet werden, da die wichtige Kontrolle bei den täglichen Spaziergängen, wie sie bei Hunden möglich ist, entfällt.Zögern Sie nicht, Ihr Tier gründlich orthopädisch untersuchen zu lassen, wenn z. B.

    • Ihr Hund / Ihre Katze in letzter Zeit ruhiger ist als sonst
    • das Aufstehen Schwierigkeiten bereitet
    • das Treppensteigen nicht mehr so zügig voran geht
    • Ihr Tier nicht mehr gern ins Auto oder auf den Lieblingsplatz springt
    • Ihr Hund / Ihre Katze manchmal aggressiv wird – scheinbar ohne Grund
    • Ihr Hund beim Spazierengehen bummelt
    • Ihre Katze sich nicht mehr so gründlich putzt und manchmal unsauber ist

    Wie kann dem Tier geholfen werden?

    Nach sorgfältiger Diagnosestellung und dem jeweiligen Schweregrad der Erkrankung wird speziell für Ihr Tier ein Behandlungsplan erstellt. Ziel der Behandlung ist das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und Beschwerdefreiheit für den Patienten zu erreichen. Unterschiedliche Behandlungsansätze allein oder in Kombination sind möglich:

    • Gewichtsreduktion
    • individuelle Bewegungsprogramme
    • Physiotherapie
    • Akupunktur
    • Physikalische Therapie wie Mikrowellen-, Magnetfeld- oder Laserbestrahlung
    • gelenkunterstützende Ergänzungsfuttermittel (z. B. mit dem Inhaltsstoff Chondroitinsulfat)
    • entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente
    • Operation

    Da sich bereits eingetretene Veränderungen an den Gelenken nur selten rückgängig machen lassen, muss die für Ihr Tier konzipierte Therapie lebenslang durchgeführt werden. Zusätzlich zur Behandlung können Sie auch im häuslichen Umfeld z. B. mit Rampen für Treppen und einer Einstieghilfe für das Auto dazu beitragen, Ihrem Tier den Alltag zu erleichtern. Das Praxisteam gibt Ihnen gerne weitere Tipps und Anregungen.

    Denken Sie daran:

    Durch die frühzeitige Diagnose einer Gelenkerkrankung und konsequentes Einhalten des Therapieplans Ihrer Tierarztpraxis schenken Sie Ihrem Tier wieder mehr Bewegungsfreude und Lebensqualität!


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  • Parodontalerkrankungen

    Hunde- und Katzensenioren leiden häufig unter Parodontalerkrankungen! Ihr Tier auch?

    Regelmäßige Zahnpflege sichert Gesundheit und Wohlbefinden. Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Haben Sie heute schon Ihre Zähne geputzt? Bestimmt haben Sie, denn Sie wissen, dass gepflegte Zähne nicht nur besser aussehen, sondern auch länger gesund bleiben. Zahngesundheit ist Teil der Allgemeingesundheit! Das gilt auch für Ihren Hund und Ihre Katze.

    Wie entsteht eine Parodontalerkrankung?

    Hygienische und ernährungsbedingte Probleme spielen bei der Entstehung einer Parodontalerkrankung (Zahnbetterkrankung) eine große Rolle! Ursache allen Übels ist die Ablagerung von weichem Zahnbelag (Plaque) auf der Zahnoberfläche am Übergang zum Zahnfleisch. Plaque setzt sich aus Futterresten und Speichelanteilen zusammen und ist dicht besiedelt mit Bakterien. Wird der Zahnbelag durch Zähneputzen nicht regelmäßig entfernt, lagern sich Kalksalze ein und es entsteht brauner, übelriechender Zahnstein.

    Das Zahnfleisch reagiert darauf sofort mit einer Entzündung (Gingivitis), die noch vollständig abheilen kann, wenn der Zahnstein schnellstens entfernt wird. Wird die Erkrankung an diesem Punkt nicht gestoppt, breitet sich die Entzündung aus und greift den Zahnhalteapparat an. Es entsteht die so genannte Parodontitis.

    Die Folgen der Parodontitis

    • Fortschreitende Ablösung des Zahnfleisches von der Zahnoberfläche
    • Bildung von Zahnfleischtaschen mit schmerzhaften Eiterherden
    • Zahnfleischschwund
    • Auflösung der die Zahnwurzeln tragenden Knochenmulden
    • Lockerung und Ausfallen der Zähne
    • Ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren- und Leberschäden durch massive Keimverschleppung in die Blutbahn.

    Tiere mit Parodontitis machen einen kranken Eindruck. Durch permanente Schmerzen verändert sich auch ihr Wesen! Lassen Sie es nicht so weit kommen! Sie, als Tierhalter, können maßgeblich die Zahngesundheit Ihres Hundes und Ihrer Katze beeinflussen durch die richtige und regelmäßige Pflege der Zähne.

    Vorbeugende Maßnahmen

    • Das Mittel der Wahl ist das tägliche Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste und einer speziellen Zahncreme.
    • Auch spezielle, mit zahnreinigenden Enzymen getränkte Kaustrips, nach den Mahlzeiten gegeben, fördern die Säuberung der Zähne.
    • Die gleiche Funktion haben Zahnputzfutter. Das sind Trockenfutterzubereitungen, die beim Durchbeißen die Plaques von den Zähnen schieben. Sie können als Alleinfutter oder als Teil der täglichen Futtermenge gegeben werden.
    • Vermeiden Sie die Gabe von harten Knochen, hartem Kauspielzeug und Tennisbällen. Sie beschädigen den Zahnschmelz und können im schlimmsten Fall zu Zahnfrakturen führen.

    Welche Strategie zur Gesunderhaltung der Zähne speziell Ihres Tieres besonders geeignet ist, erfahren Sie in Ihrer Tierarztpraxis. Dort bekommen Sie gute Tipps und Anleitungen für die häusliche Zahnpflege ebenso wie geeignete Zahnbürsten, Tierzahncremes, Kaustrips und Spezialzahnputzfutter!

    Empfehlung:

    Auch bei gewissenhafter häuslicher Zahnpflege ist es ratsam alle 6 bis 9 Monate Ihre Tierarztpraxis aufzusuchen, um Parodontalerkrankungen frühzeitig erkennen zu können. Wenn erforderlich, wird eine sorgfältige Sanierung der Maulhöhle in Narkose erfolgen, um Ihrem Tier die Zähne und damit Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten. Die Angst vor dem Narkoserisiko steht in keinem Verhältnis zu dem katastrophalen gesundheitlichen Schaden, den eine nicht behandelte Parodontitis bei Ihrem Tier verursachen kann!

    Denken Sie daran:

    Zahngesundheit ist Teil der Allgemeingesundheit!

    Gönnen Sie Ihrem Tier ein unbeschwertes, gesundes Alter!


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  • Schmerzen

    Tiere empfinden Schmerzen ebenso wie Menschen. Ihr Tier auch?

    Ihre Tierarztpraxis informiert Sie.

    Tiere empfinden Schmerzen ebenso wie Menschen, auch wenn sie das nicht mit Worten ausdrücken können!

    Akuter Schmerz

    Akuter Schmerz, wie er beispielsweise bei Verletzungen auftritt, ist sehr sinnvoll, weil er als eine Art „Frühwarnsystem“ beim Tier zu Reaktionen führt (z. B. das Schonen einer Gliedmaße), die weiteren Schaden verhindern sollen. Akuter Schmerz führt je nach Tierart zu Schreien, Zittern, weit aufgerissenen Augen, Flucht oder plötzlicher Aggression.

    Chronischer Schmerz

    Anders verhält es sich, wenn über längere Zeit schmerzhafte Reize einwirken. Dann wird akuter Schmerz chronisch. Chronische Schmerzen bedeuten eine so große Belastung für unsere Tiere, dass sie darauf mit Veränderungen des Ernährungs-, Schlaf- und Sozialverhaltens reagieren. Schmerzbedingte Veränderungen sind nicht immer besonders auffällig, deshalb bedarf es im Einzelfall einer guten Beobachtungsgabe, um sie feststellen zu können. Tiere, die an chronischen Schmerzen leiden, reagieren nicht mehr in gewohnter Weise auf Umweltreize, sodass in vielen Fällen kein normales, artgerechtes Leben möglich ist.

    Schmerzgedächtnis

    Chronischer Schmerz ist tückisch, weil er sich fest im Gedächtnis verankern kann (Schmerzgedächtnis). Wenn das passiert ist, werden schmerzhafte Reize viel stärker wahrgenommen. Aber auch harmlose Reize, wie z. B. eine sanfte Berührung, werden als Schmerz empfunden, auch dann noch, wenn die eigentliche Ursache des Schmerzes gar nicht mehr vorhanden ist. Chronischer Schmerz entwickelt sich häufig zu einer eigenständigen Erkrankung!

    Behandlung von Schmerzen

    Die Behandlung von Schmerzen sollte also so schnell und früh wie möglich erfolgen, um Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres zu sichern! Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung. Medikamente entfalten ihre Wirkung über entzündungshemmende oder schmerzlindernde Inhaltsstoffe. Physiotherapie, Bestrahlung, regulationsmedizinische Verfahren wie Akupunktur und konsequentes Gewichtsmanagement können hierbei ebenfalls hilfreich sein. Auch die Schmerztherapie im Zusammenhang mit anstehenden Operationen gehört zum Standardprogramm einer modernen Kleintierpraxis, in der Patienten je nach Ursache, Art und Stärke des Schmerzes ganz individuell behandelt werden können.

    Was können SIE tun?

    Bitte beobachten Sie Ihr Tier sorgfältig! Schon kleinste Verhaltensabweichungen können Ausdruck von Schmerz sein. Sollten Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, suchen Sie bitte umgehend Ihre Tierarztpraxis auf:

    • verminderter Appetit
    • Zurückschrecken vor dem Fressen
    • mangelnde Körperpflege
    • Benagen und Belecken bestimmter Körperstellen
    • Aggressivität bei Berührung
    • fehlendes Spielverhalten
    • ängstlicher Gesichtsausdruck
    • Unsauberkeit
    • Lahmen
    • aufgekrümmter Rücken
    • Auftreibungen an einem Körperteil

    Denken Sie daran:

    Schmerzen sind häufig unnötig. Durch raschesHandeln können Sie Ihrem Tier Schmerzenersparen und damit ein artgerechtes Leben und eine gute Lebensqualität sichern.


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  • Übergewichtige Haustiere

    50 Prozent aller Hunde, Katzen und kleinen Heimtiere sind zu dick! Ihr Tier auch?

    Richtige Ernährung und Haltung sichern Gesundheit und Wohlbefinden. Ihre Tierarztpraxis berät Sie gern.

    Übergewicht ist kein Schönheitsfehler!

    Fettleibigkeit (Adipositas) ist die häufigste ernährungsbedingte Erkrankung unserer Heimtiere. Tiere mit Übergewicht fühlen sich unwohl und sterben früher. Sie sind im alltäglichen Leben eingeschränkt, denn sie ermüden schneller, vertragen weniger Hitze, sind reizbarer und nicht so beweglich wie ihre normalgewichtigen Artgenossen. Außerdem leiden „Dickerchen“ häufiger unter Verstopfung und haben ein größeres Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, Herz/Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. Häufig ist auch ihr Immunsystem geschwächt.

    Wie kommt es zu Übergewicht?

    Ganz einfach: Das Tier frisst zu viel und oft auch noch das Falsche. Die zuviel zugeführten Kalorien werden nicht verbraucht, sondern in Fett umgewandelt, das sich in Form von Fettpolstern unter der Haut und um die inneren Organe ablagert. Die normalen Körperfunktionen können so beeinträchtigt werden.

    Neben dem Zuviel an Futter wird das stetige Zunehmen durch Bewegungsmangel begünstigt, an dem vor allem Wohnungskatzen und kleine Heimtiere häufig leiden. Bei Katzen und einigen Hunderassen spielt auch die Veranlagung zur Dickleibigkeit eine Rolle.

    Ist Ihr Tier übergewichtig?

    Ob Ihr Tier normalgewichtig ist oder schon zuviel Speck angesetzt hat, können Sie anhand der folgenden Merkmale schnell selbst beurteilen:

    Normalgewicht: Die Rippen können mit der flach aufgelegten
    Hand gut ertastet werden.
    Ihr Tier hat eine Taille.
    Übergewicht: Die Rippen können durch die etwas
    stärkere Fettschicht nur schwer ertastet
    werden. Eine Taille ist kaum ausgeprägt
    und der Bauch ist rundlich.
    Adipositas: Die Rippen können durch die dicke Fettschicht
    nur sehr schwer oder gar nicht
    mehr ertastet werden. Eine Taille ist
    nicht vorhanden und der Bauch ist
    plump. Häufig sind auch Fettpolster
    über der Lendenwirbelsäule zu sehen.


    Wenn Sie feststellen, dass Ihr Tier „ein bisschen viel auf den Rippen“ hat, scheuen Sie sich bitte nicht, alsbald tierärztlichen Rat einzuholen! In Ihrer Tierarztpraxis wird das Tier gewogen und festgelegt, wie viel es innerhalb welchen Zeitraumes abnehmen sollte. Hierfür wird – individuell für Ihr Tier – ein genauer Ernährungsplan und ein Bewegungsprogramm erstellt.



    Wie erreichen Sie Ihr Ziel?

    • Halten Sie den Ernährungsplan bitte strikt ein, denn nur so leisten Sie einen entscheidenden Beitrag zur Gesunderhaltung Ihres Tieres.
    • Füttern Sie nie Essensreste vom Tisch! Ignorieren Sie alle noch so traurigen Blicke und aufdringliche Verhaltensweisen. Ihr Tier wird schnell begreifen, dass Betteln keinen Sinn mehr hat!
    • Leckereien „nur mal so zwischendurch“ sind ab sofort vom Futterplan gestrichen. Belohnen Sie Ihr Tier wenn möglich nur mit Streicheleinheiten oder Spielen. Ist Ihr Tier jedoch an die Belohnung mit „Leckerchen“ gewöhnt, dann nutzen Sie bitte dafür künftig das von Ihrer Tierarztpraxis zum Abspecken empfohlene Hundefutter. Vergessen Sie aber nicht, diesen Teil von der festgelegten Gesamttagesration abzuziehen.
    • Planen Sie mindestens eine Stunde täglich für das Bewegungsprogramm mit Ihrem Tier ein. Das gilt nicht nur für Hundebesitzer. Auch Katzen, insbesondere Wohnungskatzen, und kleine Heimtiere müssen zu mehr Aktivität angespornt werden.

    Denken Sie daran:

    Wenn Sie es wirklich wollen, können Sie durch eine verantwortungsvolle Fütterung und Haltung dafür sorgen, dass Ihr Tier lange gesund und „in Form“ bleibt!


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  • Hunde müssen lernen

    Hunde müssen lernen. Ihr Hund auch!

    Ihre Tierarztpraxis hilft Ihnen gerne dabei.

    Folgsame, gut sozialisierte Hunde, die gelernt haben sich in unserem Alltag zurechtzufinden, bereichern nicht nur das Leben ihrer Besitzer, sondern verbessern in hohem Maße die Akzeptanz der Hundehaltung in unserer Gesellschaft!

    Aber: Lernen muss Spaß machen, wenn es effektiv sein soll! Das geht nur in angenehmer, freundlicher Umgebung mit freudigen Hunden und entspannten Besitzern.

    Das Angebot an Welpen- und Hundeschulen ist riesengroß, die Qualität der Ausbildung und die Qualifikation der Trainer jedoch sind sehr unterschiedlich!

    Wir wollen Ihnen helfen, für Ihren Hund und für sich die richtige Wahl zu treffen.

    Kriterien einer gut geführten Welpengruppe:

    • Zu Beginn erfolgt eine theoretische Einführung, in den Folgestunden wird viel erklärt und Ihre Fragen werden beantwortet.
    • Die Welpen sollten möglichst zwischen 8 und 16 Wochen alt sein.
    • Nur gesunde, entwurmte und geimpfte Hunde sollten an einer Stunde teilnehmen.
    • Ein Trainer betreut maximal 5 bis 6 Welpen, die er sowohl nach Größe und Alter, wie auch nach innerer Reife und Temperament gruppiert.
    • Wünschenswert ist die Anwesenheit eines erfahrenen, älteren Hundes, der die kleinen Draufgänger, wenn nötig, in ihre Schranken weist.
    • Eine Welpenstunde, optimal 2 mal pro Woche, sollte 60 Minuten nicht überschreiten.
    • Wichtig ist ein Wechsel zwischen Spielphasen, kleinen zwanglosen Gehorsamsübungen und Verschnaufpausen, denn müde und überdrehte Welpen können nicht lernen!
    • Die Welpen müssen Gelegenheit bekommen unterschiedliche Dinge und Situationen aus dem alltäglichen Leben kennen zu lernen (z. B. verschiedene Untergründe, Hindernisse, Wasser, Flatterbänder, Planen, Geräusche, Fahrzeuge, Hunde anderer Rassen, andere Tiere, Umgang mit Kindern usw.).

    Bevor Sie mit Ihrem jungen Hund eine Welpengruppe besuchen, lassen Sie ihm 1 Woche Zeit, sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen!

    Kriterien einer gut geführten Hundeschule:

    • Angebot einer Schnupperstunde
    • Die Trainer arbeiten nach modernen Erziehungsmethoden über positive Verstärkung ohne Gewalt (keine Stachel- und Würgehalsbänder, kein Einsatz von Reizstromgeräten für die Alltagserziehung).
    • Die Trainer haben sich nachweislich für Ihre Aufgabe qualifiziert.
    • Die Trainer begrenzen eine Lerngruppe auf 6 – 8 Hunde und stellen die Gruppen nach Alter und Können zusammen.
    • Geübt wird nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern in unterschiedlicher Umgebung.
    • Begleitend zur Praxis erfolgt die theoretische Wissensvermittlung über Hundeverhalten, Lerntheorie, Auftritt des Hund-Halter-Gespanns in der Öffentlichkeit, Besprechen der Lernziele und wie sie erreicht werden können.

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  • Würmer

    Schützen Sie Hund, Katze und sich selbst vor Würmern

    Ihre Tierarztpraxis steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

    Wie kann sich mein Tier anstecken?

    Ihr Tier kann sich mit Spul-, Haken- und Bandwürmern anstecken, indem es Wurmeier, die von anderen Tieren mit dem Kot ausgeschieden wurden, beim Schnuppern mit der Schnauze aufnimmt. Solche Wurmeier können aber auch mit den Schuhen in die Wohnungen getragen werden. So hat eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover gezeigt, dass 20 % aller Katzen, bei denen Spulwürmer nachgewiesen wurden, reine Wohnungskatzen sind.

    Mit dem Fuchsbandwurm stecken sich Hund und Katze an, indem sie wilde Nagetiere fressen, die Bandwurmstadien in sich tragen. Der Hundebandwurm kann dagegen übertragen werden, wenn Hunde mit nicht ausreichend erhitztem odergefrorenem Fleisch (insbesondere Innereien wie Lunge oder Leber) gefüttert werden.

    Extra-Tipp: Welpen können sich bereits über die Muttermilch, Hundewelpen sogar im Mutterleib anstecken. Einzelheiten zum Wurmbefall bei Welpen erläutern wir Ihnen gerne. Informationen dazu finden Sie auch im Internet unter www.smile-tierliebe.de.

    Hat mein Tier Würmer?

    Hunde und Katzen mit unbeaufsichtigtem Auslauf oder Tiere, die in Zwingern, Zuchten oder Tierheimen leben, haben ein höheres Risiko für Wurmbefall als Tiere, die einzeln im Haus gehalten werden. Besonders gefährdet sind auch Vierbeiner, die gemeinsam mit anderen Tieren gehalten werden, zur Jagd geführt werden oder Mäuse fressen.

    Ihre Tierarztpraxis kann die Situation Ihres Tieres am besten einschätzen. Exakt kann der tatsächliche Wurmbefall jedoch nur über regelmäßige Kotuntersuchungen ermittelt werden.

    Kotuntersuchung als Alternative zur Entwurmung Alternativ zur regelmäßigen Entwurmung können Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Wichtig ist, dass diese genau so oft wie die empfohlenen Entwurmungen durchgeführt werden und die Kotprobe über drei Tage hinweg gesammelt wird.

    Wie kann ich mein Tier und mich schützen?

    Für den Schutz vor Würmern muss das Ansteckungsrisiko Ihres Tieres durch die Tierarztpraxis eingeschätzt werden. Anhand dessen wird die Art und Häufigkeit der Schutzmaßnahmen individuell festgelegt. Dabei gilt:

    • Kann das Risiko Ihres Tieres nicht ermittelt werden und sind Kotuntersuchungen nicht möglich, sind mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr im Abstand von je drei Monaten geboten.
    • In Einzelfällen kann eine monatliche Entwurmung gegen Spulwürmer sinnvoll sein. Insbesondere in Haushalten mit Kleinkindern oder Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko (Chemotherapie, HIV) kann so ein Ausscheiden von Wurmeiern, an denen sich der Mensch anstecken kann, weitgehend ausgeschlossen werden.
    • Hunde, die frisches Fleisch, insbesondere Innereien wie Leber und Lunge erhalten, sollten alle 6 Wochen gegen Bandwürmer behandelt werden. Dies gilt nicht, wenn das Fleisch mindestens 10 Minuten mit einer Kerntemperatur von 65 °C erhitzt oder mindestens 1 Woche bei - 17 bis - 20 °C gefroren wurde.
    • Für Hunde und Katzen, die regelmäßig unbeaufsichtigten Auslauf haben, als Jagdhunde geführt werden, wilde Nagetiere oder Aas fressen, ist eine monatliche Entwurmung gegen Bandwürmer sinnvoll.

    Extra-Tipp: Bei einem Befall mit Spul-, Haken- und Bandwürmern kann eine kombinierte Entwurmung vorgenommen werden.

    Kann ich mich bei meinem Tier anstecken?

    Spul- und Bandwürmer können von Hund und Katze auf den Menschen übergehen, wenn dieser aus Versehen unsichtbare Wurmteile aufnimmt, die ein Tier mit dem Kot ausscheidet oder in seinem Fell trägt. Nimmt ein Mensch Eier bestimmter Spul- oder Hakenwurmarten auf, kann es zu einer Wanderung von Wurmlarven in Gewebe und Organen des Menschen kommen. Als Folge werden manchmal Nervenbahnen, Augen oder das Gehirn geschädigt.

    Steckt sich ein Mensch mit dem Hunde- oder Fuchsbandwurm an, kann es zu einer gefährlichen Zystenbildung in der Leber oder anderen Organen kommen. Trotz aufwändiger Behandlung kann ein Befall mit dem Fuchsbandwurm zum Tode führen.

    Umso wichtiger ist es, Hunde und Katzen in Absprache mit der Tierarztpraxis sicher vor einem Befall mit Würmern zu schützen und so weitgehend zu verhindern, dass sie immer wieder ansteckende Wurmeier ausscheiden.


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  • Zecken

    Besonders im Herbst sind Hunde von Krankheitsübertragung durch Zecken bedroht! Ihr Tier auch!

    Ihre Tierarztpraxis kennt die richtige Vorbeugestrategie.

    Klein und gefährlich

    Zecken saugen Blut, nur dann können sie Eier legen und sich vermehren. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich nach erneuter Blutmahlzeit zu winzigen „Nymphen“ entwickeln. Auch diese saugen Blut und häuten sich schließlich zu erwachsenen Zecken. Bei jeder Blutmahlzeit gelangt der Speichel dieser Spinnentiere in die Stichwunde. Sind in dem Zeckenspeichel gefährliche Krankheitserreger enthalten, kann ein Zeckenstich schwere Gesundheitsschäden zur Folge haben.

    Gefährliche neue Zeckenart

    In Deutschland schon lange weit verbreitet ist der „Holzbock“ (Ixodes ricinus). Je nach Region kann er beim Stich die Lyme-Borreliose übertragen, die zu schweren Gelenkproblemen und Nierenschäden führt. Für die Erreger der Gehirnhautentzündung (FSME), die von dieser Zeckenart ebenfalls übertragen werden können, sind Hunde kaum empfänglich. Deshalb hat diese Erkrankung in der Tiermedizin eine eher untergeordnete Bedeutung. Besonders gefährlich für den Hund ist dagegen eine, in immer mehr Regionen Deutschlands anzutreffende neue Zeckenart, die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis). Sie ist Überträger der Babesiose, einer in Deutschland recht neuen Erkrankung, die auch als „Hundemalaria“ bezeichnet wird.

    Wie äußert sich die „Hundemalaria“?

    Die Erreger der „Hundemalaria“, die Babesien, dringen in die roten Blutkörperchen ein und zerstören sie. Verläuft die Infektion akut, bekommen erkrankte Hunde 10 bis 21 Tage nach dem Stich hohes Fieber, sind teilnahmslos und fressen nicht mehr. Später kommt es zu Durchfall und Erbrechen gefolgt von akutem Nierenversagen. Der Urin erscheint bräunlich rot, denn er enthält Zerfallsprodukte der zerstörten Blutkörperchen. Da diese nicht mehr für den Sauerstofftransport zur Verfügung stehen, leiden die Patienten unter Atemnot und müssen husten. Auch das Herz schlägt schneller. Schließlich verlieren die Hunde das Bewusstsein. Einige Tiere zeigen einen schleichenden Krankheitsverlauf und haben, ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, immer wieder Fieberschübe. Der Nachweis der Erreger erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Wegen der verzögerten Immunantwort ist nicht immer ein eindeutiger Beweis möglich.

    Kann man „Hundemalaria“ heilen?

    Zur Behandlung der Babesiose können spezielle Medikamente eingesetzt werden, die bei rechtzeitiger Diagnose meist helfen, die Erkrankung auszuheilen. Sie können auch vorbeugend angewendet werden, wenn z. B. eine Reise in ein Auwaldzeckengebiet geplant ist. Ein Teil der erkrankten Hunde aber beherbergt weiterhin Babesien und bleibt so ein ständiges Reservoir für Zecken, durch das sie beim Blutsaugen immer wieder aufs Neue mit Krankheitserregern versorgt werden.

    Zeckenschutz im Herbst ist besonders wichtig

    Saugt eine Auwaldzecke im Frühjahr Blut, das Babesien enthält, gehen diese bei weiblichen Zecken auch auf die Eier über. So sind im Herbst ungleich viel mehr infizierte Nymphen und erwachsene Zecken auf der Suche nach einer Mahlzeit als zum Jahresanfang. Die Gefahr für Hunde, mit „Hundemalaria“ angesteckt zu werden, ist deshalb besonders groß. Jede Zecke, die entdeckt wird, sollte schnellstmöglich – ohne Verwendung von Hilfsflüssigkeiten – vollständig entfernt werden. Gut geeignet für die Zeckenentfernung sind spezielle Haken oder Zangen, die auch den Kopf herausziehen.

    Nymphen allerdings werden wegen ihrer Winzigkeit oft übersehen. Deshalb hält Ihr Praxisteam zum Schutz vor Zecken in gefährdeten Gebieten Medikamente bereit, die zweifach wirksam sind: Einerseits vertreiben sie die Spinnentiere, andererseits wird ein großer Teil von ihnen abgetötet. Diese Medikamente werden entweder als Halsband verwendet oder als so genannte „Spot-on“-Behandlung in flüssiger Form auf den Nacken aufgetragen. Vorsicht! Für Katzen sind diese Substanzen zum Teil tödlich! Welches Medikament für Ihren Hund das richtige ist, zeigt sich im Beratungsgespräch in Ihrer Tierarztpraxis.

    Bedenken Sie:

    Zecken können zu fast jeder Jahreszeit gefährliche Krankheiten übertragen. Je nach Region kann eine individuell angepasste Vorbeugestrategie Ihren Hund wirkungsvoll schützen. Nutzen Sie deshalb die Beratung durch die Fachleute in Ihrer Tierarztpraxis.


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  • Schilddrüsen-erkrankungen

    Immer mehr Hunde und Katzen leiden an Schilddrüsenerkrankungen! Ihr Tier auch?

    Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Die im oberen Halsbereich der Luftröhre zu beiden Seiten anliegende Schilddrüse produziert die jodhaltigen Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) sowie das Kalzitonin. T4 und T3 greifen in fast alle Stoffwechselprozesse des Körpers ein, während das Kalzitonin vor allem den Kalziumhaushalt kontrolliert. Die Produktion der Schilddrüsenhormone wiederum steuert die Hirnanhangdrüse durch Ausschüttung regulierender Hormone. Werden Schilddrüsenzellen zerstört und dadurch zu wenig Hormone produziert, entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion, die „Hypothyreose“. Werden hingegen zu viele Hormone ausgeschüttet (z. B. durch den Einfluss eines Schilddrüsentumors), spricht manvon einer Überfunktion, der „Hyperthyreose“.

    Hypothyreose

    Die Unterfunktion der Schilddrüse tritt vor allem bei mittelgroßen und großen Hunden mittleren Alters auf. Sie entwickelt sich schleichend über Monate oder sogar Jahre. Da fast alle Körperfunktionen von den Schilddrüsenhormonen beeinflusst werden, sind die Symptome nicht eindeutig. Häufig zu beobachten sind aber Fell– und Hautveränderungen sowie Entzündungen, besonders in den Ohren. Da Schilddrüsenhormone auch die Herzfunktion, den Muskel und den Fettaufbau beeinflussen, frieren erkrankte Hunde schnell, zeigen eine gewisse Trägheit und eine deutliche Gewichtszunahme. Häufig ist auch der so genannte „tragische“ Gesichtsausdruck zu beobachten, der durch Hautverdickungen im Kopfbereich entsteht. Seltener dagegen sind Auswirkungen auf das Nervensystem wie Lähmungen.

    Wie stellt man die Krankheit fest?

    Sind andere Krankheitsursachen für die Beschwerden ausgeschlossen worden, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss geben. Hierbei werden sowohl das von der Schilddrüse selbst produzierte T4 wie auch das Steuerungshormon TSH der Hirnanhangsdrüse gemessen. Auch der Cholesterinspiegel und die Zahl der roten Blutkörperchen bieten Anhaltspunkte. Da die Zerstörung der hormonbildenden Zellen aber langsam verläuft, ist nicht immer ein eindeutiger Nachweis der Hypothyreose möglich. Zusätzlich kann dann eine Ultraschalluntersuchung helfen, die Diagnose zu sichern. Wichtig ist, dass vor der Untersuchung alle Medikamente, die Einfluss auf die Schilddrüse nehmen können (z. B. Kortison, Schmerzmittel und bestimmte Antibiotika) abgesetzt werden, damit das Ergebnis beurteilbar ist.

    Wie behandelt man Hunde mit Hypothyreose?

    Sie bekommen lebenslang zwei Mal täglich Tabletten, die das fehlende Schilddrüsenhormon enthalten. Am Anfang der Therapie wird die Dosis durch Bestimmung des Blutspiegels häufiger kontrolliert und angepasst, später reicht ein Untersuchungsintervall von 4 – 6 Monaten aus. Die meisten Beschwerden, die durch die Hypothyreose hervorgerufen wurden, verschwinden nach einigen Wochen bis Monaten.

    Hyperthyreose

    An dieser typischerweise im höheren Alter auftretenden Überproduktion von Schilddrüsenhormonen erkranken vor allem Katzen. Ihr Stoffwechsel läuft, ebenso wie der Herzschlag auf „Hochtouren“ und verbraucht sehr viel Energie. Die Tiere zeigen ein verändertes Verhalten, sind übernervös bis aggressiv, fressen große Portionen und nehmen dabei trotzdem ab. Häufig haben Herz und Nieren schon Schaden genommen. Die Diagnose erfolgt durch Abtasten der manchmal vergrößerten Schilddrüse, sicherer aber durch eine Bestimmung der Schilddrüsenhormonwerte im Blut. Eventuell wird auch eine Messung der Schilddrüsenaktivität (Szintigrafie) nach Injektion radioaktiver Marker durchgeführt. Die Therapie erfolgt entweder mit Tabletten oder durch Zerstörung des veränderten und übermäßig aktiven Schilddrüsengewebes mit Hilfe von radioaktivem Jod. In einigen Fällen kann auch die chirurgische Entfernung des veränderten Schilddrüsengewebes zu einem guten Therapiererfolg führen.

    Bedenken Sie:

    Auch zunächst harmlos erscheinende Verhaltensänderungen, Haut- oder Ohrentzündungen, Gewichtszunahme oder -abnahme können eine Unter- oder Überproduktion von Schilddrüsenhormonen als Ursache haben. Bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Therapie besteht jedoch eine gute Aussicht auf ein langes, beschwerdefreies Leben.


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  • Flöhe

    Und immer wieder Flöhe… Behandlung und Vorsorge schützen Haustier und Familie

    Ihre Tierarztpraxis hilft Ihnen, Ihr Tier dauerhaft flohfrei zu halten.

    Flöhe – nicht nur lästig, auch gefährlich!

    • Flöhe führen zu quälendem Juckreiz. Betroffene Hunde und Katzen kratzen und beißen sich, es kommt zu Ver - letzungen und Entzündungen der Haut, teilweise sogar zu schweren Ekzemen.
    • Bei wiederholtem Kontakt mit Flöhen kann sich eine Allergie gegen den Speichel der Parasiten entwickeln, die dauerhaft schwere Hauterkrankungen hervorrufen kann. Bei Hunden ist diese Flohspeichelallergie die häufigste Hauterkrankung überhaupt.
    • Flöhe sind die wichtigste Überträgerquelle von Band - würmern. Hunde und Katzen infizieren sich, wenn sie Flöhe bei der Fellpflege verschlucken.

    • Flöhe können mit dem Blut eines Tieres auch Krank heits - erreger wie Viren oder Bakterien aufnehmen und diese beim nächsten Saugakt auf ein anderes Tier oder den Menschen übertragen. Denn Hunde- und Katzenflöhe können auch den Menschen befallen.
    • Starker Flohbefall kann besonders bei Welpen und kleinen Tieren zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut (Anämie) führen.

    Den Teufelskreis durchbrechen

    Ausgewachsene Flöhe sitzen im Fell von Hund und Katze. Sie stechen und saugen dann Blut. Nach der Mahlzeit legen die weiblichen Flöhe bis zu 2.000 Eier, die aus dem Fell des Tieres in die Umgebung fallen, z. B. auf den Boden, ins Körbchen, ins Bett, auf Teppich, Sofa oder ins Auto. Hier entwickeln sich aus den Eiern innerhalb von wenigen Wochen neue Flöhe, die Hund und Katze dann wieder neu befallen und erneut Eier legen.

    Ruhestadien der Flöhe, die Puppen, bleiben noch viele Monate gefährlich. So beginnt ohne Behandlung ein Teufelskreis!

    Nur etwa 5% aller Flöhe finden sich als sichtbare Para - siten im Fell des Tieres. Um ein Flohproblem nachhaltig zu lösen, müssen also sowohl das Tier als auch die Um - ge bung direkt oder indirekt behandelt werden. Dazu muss strategisch vorgegangen werden. Deshalb sollte vor dem Einsatz jeglicher Mittel immer die tierärztliche Diagnose und Beratung stehen, auch der eigenen Ge - sundheit zu Liebe.

    Erwachsene Flöhe auf Hund oder Katze werden entweder mit modernen Flohhalsbändern oder Spot-On Produkten, die auf den Nacken aufgetragen werden, schnellstmöglich abgetötet. Vorsicht: „Natürliche“ Substanzen vertreiben nur einen Teil der Parasiten, töten sie aber nicht ab. Deshalb sind sie nicht zu empfehlen!

    Für die Behandlung von z. B. Körbchen, Kissen, Sofas und Autositzen sind Umgebungssprays, Dampfreiniger oder Vernebler aus der Tierarztpraxis geeignet. Zusätzlich kann man Hund und Katze ganzjährig mit Medikamenten behandeln, die bewirken, dass sich aus den Eiern der Flöhe später keine neuen Plagegeister entwickeln. So wird der Teufelskreis dauerhaft durchbrochen.

    Das 3-Punkte-Programm gegen Flöhe

    1. Behandlung von Hund und Katze mit dem Ziel, erwachsene Flöhe auf dem Tier möglichst schnell abzutöten.
    2. Behandlung der Umgebung zur Abtötung der Eier und Larven bzw. Behandlung des Tieres mit einem Präparat, das die Flöhe unfruchtbar macht.
    3. Ganzjähriger vorbeugender Flohschutz, um einen Neubefall zu verhindern.

    Welche Maßnahmen für Ihr Tier und Ihre Familie zu welcher Zeit sinnvoll und gesundheitlich verträglich sind, erfahren Sie im Beratungsgespräch mit Ihrem Praxisteam. Wir beraten Sie gern!


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  • Meerschweinchen und Kaninchen

    Kaninchen und Meerschweinchen werden immer beliebter!

    Ihre Tierarztpraxis gibt Tipps für ein langes und gesundes Leben.

    Gruppenhaltung

    Fast alle kleineren Heimtiere leben von Natur aus in Familiengruppen. Für die Wohnungs- oder Freilandhaltung ist deshalb eine Kleinfamilie, bestehend aus mindestens zwei Tieren derselben Art, unabdinglich. Wegen der unterschiedlichen Körper- und Lautsprache verstehen sich Meerschweine aber nicht mit Kaninchen. Sie sollten also jeweils mindestens zu zweit in getrennten Käfigen leben, wenn beide Arten gehalten werden sollen. Ideal ist die Vergesellschaftung eines kastrierten Männchens mit einem oder mehreren weiblichen Tieren. Gleichgeschlechtliche Paare verstehen sich nicht immer. Gehege für kleine Heimtiere sollten stets genügend einzelne Unterschlupfmöglichkeiten für alle Bewohner haben und so breit und hoch sein, dass sie darin hoppeln und aufrecht stehen können. Will man ein neues Tier in die Gruppe integrieren, sollte zunächst ein eigener Käfig mit Schnupperkontakt zu den Alteingesessenen dem Neuling Rückzugsmöglichkeiten bieten.

    Nach und nach kann man alle Tiere immer länger unter Aufsicht zusammensetzen, um allzu schmerzhafte Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die frühzeitige Kastration der Männchen wirkt zusätzlich aggressionsmindernd.

    Lebenslang gesund

    Kaninchen und auch Meerschweinchen können bis zu 15 Jahre alt werden. Wichtigste Voraussetzung hierfür sind gesunde Zähne. Oft unbekannt: Nicht nur die gut sichtbaren Vorderzähne, auch die Backenzähne dieser Kleinsäuger wachsen in nur einer Woche bis zu 3 mm! Einzig durch ein gleichmäßiges Abschleifen beim stundenlangen Zermahlen von faserreichem Heu behalten die Tiere eine ebene, glatte Zahnfläche. Weiches Gemüse, Obst, Gras oder gar Fertigfutter dagegen wird oft mehr gelutscht als gekaut. So nutzen sich die Zähne nicht mehr gleichmäßig ab und bald bleiben an den Zahnrändern kleine, messerscharfe Spitzen stehen. Wird dies nicht rechtzeitig bemerkt, entstehen schmerzhafte Druckstellen und entzündete Wunden in der Zunge und in den Wangen, die Kaninchen oder Meerschweinchen natürlich vom Fressen abhalten.

    Die Folge: Vereiterte Backenzähne, eitrige Augen durch in Mitleidenschaft gezogene Tränenkanäle oder auch der frühe Hungertod. Sind erst einmal Spitzen entstanden, müssen die Zähne genauer untersucht, eventuell auf einem Röntgenbild vermessen und wieder funktionsgerecht geschliffen werden. Dieser Eingriff erfolgt aus Tierschutzgründen grundsätzlich in einer schonenden Vollnarkose. Handelsübliches Fertigfutter ist auch die Hauptursache von Störungen der Darmflora bei kleinen Säugern. Ideal ist deshalb eine Ration, die zu 80% aus Heu, zu 19% aus frischem Grün und höchstens zu 1% aus Trockenfutter besteht. Meerschweinchen benötigen meist zusätzlich Vitamin C, da sie dieses nicht selbst herstellen können.

    Alarmsignale beachten

    Schlecht zerkleinertes Futter kann im Verdauungstrakt der Heimtiere nicht verwertet werden. Beginnende Zahnprobleme zeigen sich also anfangs nicht nur durch vermehrtes Speicheln oder in einer Veränderung der Kotballen, sondern vor allem in einer Gewichtsabnahme. Kaninchen sind, auch wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, zusätzlich durch von Stechmücken übertragene Krankheiten gefährdet.

    Zeigt ein kleines Haustier Krankheitssymptome, darf nicht mit dem Tierarztbesuch gewartet werden, denn auch z. B. harmlos erscheinender Durchfall wird für diese Tiere schnell lebensbedrohlich. Je nach Ursache helfen die Darmflora stabilisierende Zusätze oder faserreiche Ergänzungsfuttermittel aus der Tierarztpraxis, bestimmte Antibiotika oder auch Medikamente gegen Parasiten oder Hefepilze, das Problem in den Griff zu bekommen. Manchmal muss auch operiert werden. Verweigert ein Kaninchen oder Meerschweinchen gar schon die Nahrung, muss mit einer tierärztlichen Spezialkost zugefüttert werden.

    Checkliste für die verantwortungsvolle Heimtierhaltung:

    • 1 x wöchentlich wiegen, Gewicht notieren und vergleichen
    • 1 x täglich Maul auf Speichel und Hinterteil auf Durchfallspuren und Fliegenmaden kontrollieren.
    • 1 x wöchentlich Kontrolle der Vorderzähne
    • Mindestens alle 3 Monate tierärztliche Kontrolle der Backenzähne mit Spezialinstrumenten
    • Bei Kaninchen: Alle 4 – 6 Monate Impfung gegen Myxomatose und 1 x jährlich gegen RHD

    Guter Rat Kaninchen und Meerschweinchen leiden leise, denn als „Beutetiere“ dürfen sie in freier Natur nicht als krank auffallen. Schon kleinste Krankheitsanzeichen sind deshalb immer ein Anlass, möglichst am selben Tag noch eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Gute Beobachtung durch den Tierhalter und engmaschige tierärztliche Betreuung sichern auch kleinen Heimsäugetieren ein immer längeres Leben.


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  • Zahngesundheit bei Katzen

    Sind Zahnfleisch und Zähne Ihrer Katze gesund?

    Ihre Tierarztpraxis hilft Probleme rechtzeitig zu erkennen und berät bei der Vorbeuge.

    Zahnprobleme bei Katzen sind weiter verbreitet als viele Tierbesitzer wissen, denn Katzen sind hart im Nehmen! So merkt man meist zu spät, dass sie schon massiven Zahn - stein, eine hochgradige Zahnfleischentzündung oder gar Löcher in den Zähnen haben.

    Wie kommt es dazu?

    Werden die Zähne nicht täglich intensiv geputzt, bleibt ein Belag, die „Plaque“ zurück. In diese Schicht lagern sich nach und nach Mineralstoffe und Bakterien ein. So entsteht an den Außenflächen der Zähne harter, braungrauer Zahn - stein. Durch die Eiter erregenden Keime in Plaque und Zahn stein entzündet sich das Zahnfleisch, es wird rot und riecht Übel keit erregend. Schreitet die Zahnfleisch entzün - dung (Gingivitis) weiter voran, verlieren die Zähne oft vollständig ihren Halt, bleiben aber als ständiger Entzündungs - herd häufig noch jahrelang im Kiefer. Meistens macht eine schmerzhaft gerötete Maulschleimhaut der Katze das Leben zusätzlich schwer. Außerdem entstehen, vielfach unterhalb des Zahn fleisch saumes, Löcher in den Zahnhälsen und Zahn - wurzeln. Diese werden als FORL (feline odontoklastische resorptive Läsio nen) bezeichnet; Die Zahnsubstanz löst sich regelrecht auf.

    All diese Entzündungsprozesse bleiben nicht allein auf die Maulhöhle beschränkt, denn die Eiterbakterien werden via Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt. So leiden Katzen mit Zahnproblemen oft zusätzlich an Nieren-, Leber- oder Herzschädigungen. Wegen des üblen Geruchs, der nicht nur dem Besitzer sondern auch den Katzen selbst in die Nase sticht, sowie wegen der Zahnschmerzen fressen die betroffenen Tiere oft auch schlechter als vorher. Außerdem putzen sie sich häufig nicht mehr ausreichend. Begünstigt werden Zahnfleischentzündungen außerdem durch Virusinfektionen, die das Immunsystem schwächen. Vor allem Herpes- und Caliciviren, die auch bei der Ent ste hung des so genannten „Katzenschnupfens“ beteiligt sind, be reiten den Weg für die hochgradigen Entzündungsreak tionen. Auch die Immmunschwächevirus–Infektion (FIV) und die Katzenleukämie (FeLV) äußern sich u. a. in einer Gingivitis.

    Früherkennung

    Um diesen schweren Schäden vorzubeugen, ist die rechtzeitige Diagnose wichtig. Im Rahmen der jährlichen Unter - suchung beim Impfen werden deshalb immer die Zähne mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet. Wichtig ist aber auch der regelmäßige Zahn-Check zu Hause:

    • Frisst Ihre Katze freudig und mit gutem Appetit sofort, wenn Sie hartes oder weiches Futter bereitstellen?
    • Ist das Zahnfleisch rosa und ohne rote Säume an den Zähnen?
    • Hat sie noch alle 30 Zähne?
    • Erscheinen alle Zähne gleich lang?
    • Ist der Speichel klar und farblos?
    • Riecht die Katze aus dem Maul eher angenehm nur nach Futter?
    • Putzt sie ausgiebig alle Stellen des Fells?
    • Sind alle Zähne, auch die hinteren, schön weiß und frei von Belägen?

    Sobald Sie eine der Fragen eher mit „Nein“ beantworten müssen, sollte der Stubentiger baldmöglichst tierärztlich untersucht werden!

    Zahnsanierung

    Ergibt sich bei der Untersuchung ein behandlungsbedürftiger Befund, wird besprochen, wie es weiter gehen soll. Nach geeigneter Diagnostik ist zunächst die Entfernung des krank machenden Zahnsteins und die Wiederherstellung eines gesünderen Zahnfleisches wichtig. Da die Beläge auf den Zähnen mit einem Ultraschallgerät entfernt und die Zähne anschließend aufwändig poliert werden müssen, ist eine schonende altersangepasste Vollnarkose unumgänglich. Wegen der Eiterbakterien werden Antibiotika über eine bestimmte Zeit ebenso verabreicht wie wirkungsvolle Schmerzmedikamente. Besteht der Verdacht, dass schon ein Organschaden vorliegen könnte, wird eine Blut- und eventuell auch eine Urinuntersuchung darüber näheren Aufschluss bringen. Auch Virusinfektionen können durch Bluttests nachgewiesen werden. FORL–Löcher lassen sich am besten durch ein Röntgenbild auffinden. Betroffene Zähne müssen entfernt werden, denn die Zersetzung des Zahns ist nicht mehr aufzuhalten. Problematisch ist die Behandlung des höchstgradig entzündeten Zahnfleisches. In letzter Zeit wird neben der Therapie mit Kortison oder Antibiotika vermehrt mit „Interferon“, einem spezifischen Virusabwehrstoff, gearbeitet. Dieser wird entweder in der für die Zahnsanie rung sowieso notwendigen Narkose in das Zahnfleisch injiziert oder danach in Form von speziell zubereiteten Tropfen täglich oral eingegeben. So kann die Immunabwehr direkt am Ort des Geschehens gesteigert und der Entzündungsprozess zurück gedrängt werden. Nur sehr selten ist es notwendig, alle Zähne zu ziehen, um das Zahnfleisch wieder zur schmerzfreien Ruhe zu bringen.

    Als weitere Vorbeuge können außerdem desinfizierende Pasten oder Lösungen, die den Wirkstoff „Chlorhexidin“ enthalten helfen, eine erneute Zahnfleischentzündung zu verlangsamen oder zu verhindern. Am Effektivsten aber ist das tägliche Zähneputzen!

    Wie macht man das?

    Streicheln Sie zunächst einfach nur die Innenseite der Lippen mit Ihrem Finger. Gelingt dies, geben Sie ein wenig Tierzahncreme aus der Tierarztpraxis hinzu und massieren sanft die Zähne. Hat sich die Katze an die Prozedur gewöhnt, kann eine für Katzen geeignete Zahn - bürste eingesetzt werden, die das Ergebnis entscheidend verbessert. Ihr Praxisteam unterstützt und berät Sie auch bei der Aus wahl spezieller, zahnputzender Futter, Trink - wasser zu sät ze oder reinigender Kau röllchen für Katzen. Lassen Sie sich ausführlich beraten!

    Bitte denken Sie daran: Konsequente Zahnhygiene sichert auch Katzen ein längeres und gesünderes Leben. Lassen Sie also die Maulhöhle Ihrer Katze mindestens ein Mal jährlich tierärztlich untersuchen!


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  • Schmerzen bei Katzen

    Schmerzen bei Katzen bleiben häufig unbemerkt.

    Ihre Tierarztpraxis untersucht gezielt und verhilft Ihrem Tier zu einem schmerzfreien Leben.

    Katzen sind hart im Nehmen, denn sie dürfen als Jäger keine Schwäche zeigen. Deshalb versuchen sie, Schmerzen so lange wie möglich zu verstecken. Sieht man also eine Lahmheit beim Stubentiger, ist der Schmerz oft schon un erträglich. Trotzdem schreien oder jammern Katzen so gut wie nie, vor allem, wenn sie ständig, also „chronisch“ leiden.

    Schmerzursachen

    Ursache für Schmerzzustände sind einerseits Verletzungen, die beim Spielen oder Kämpfen entstehen. Aber auch chronische Gelenkbeschwerden (Osteoarthritis) oder Probleme mit der Wirbelsäule und den Bandscheiben verursachen schmerzhafte Bewegungseinschränkungen. Am häufigsten betroffen sind Hüft- und Ellbogengelenke sowie die Brust - wirbelsäule. Auch einige innere Erkrankungen, Zahn pro ble me oder Tumoren können Schmerzen hervorrufen.

    Außer dem verschlimmern Folgeerkrankungen wie Muskel - schwund, einseitige Gelenkabnutzung oder Abmagerung das Problem schnell zusätzlich.

    Besonders fatal: Chronischer Schmerz kann sich fest im Gedächtnis verankern (Schmerzgedächtnis). Wenn das passiert ist, werden schmerzhafte Reize viel stärker wahrgenommen. Aber auch harmlose Reize, wie z. B. eine sanfte Berührung, werden als Schmerz empfunden, auch dann noch, wenn die eigentliche Ursache des Schmerzes gar nicht mehr vorhanden ist. Chronischer Schmerz entwickelt sich häufig zu einer eigenständigen Erkrankung.

    Wie stellt man Schmerzen bei der Katze fest?

    Ganz wichtig ist die Beobachtung zu Hause. Stellen Sie sich selbst also unbedingt einige Fragen:

    • Läuft und springt Ihre Katze wie immer?
    • Klettert sie mühelos auf den Kratzbaum oder andere erhöhte Plätze?
    • Erreicht sie beim Putzen alle Stellen des Körpers?
    • Ist das Fell am Rücken oder Schwanz frei von Verfilzungen und Verklebungen?
    • Fordert sie Sie wie immer zum Spielen auf?
    • Frisst sie mit gutem Appetit?
    • Riecht sie angenehm aus dem Maul?
    • Lässt sich Ihre Katze wie immer gern streicheln?
    • Reagiert sie auf Menschen oder andere Katzen wie sonst auch?
    • Benutzt sie ausschließlich ihr Klo für alle „Geschäfte“?

    Sollten Sie eine der Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, vereinbaren Sie bitte baldmöglichst einen Untersuchungs termin mit Ihrer Tierarztpraxis.

    Dort wird zu nächst gründlich untersucht, ob sich beim Abtasten, Beugen, Strecken oder in der Bewegung An haltspunkte für einen Schmerzzustand ergeben. Die Untersuchung des Mauls ergibt Hinweise auf eventuelle Zahnschmerzen. Hilfreich für die Diagnosestellung sind kurze Filmauf nahmen mit dem Handy oder der Digitalkamera, die die Katze zu Hause beim Laufen, Fressen oder Klettern in der stressfreien normalen Umgebung zeigen. Röntgen oder Ultraschalluntersuchungen werden immer dann notwendig, wenn Probleme an den Gelenken oder im Bauch raum genauer bestimmt werden müssen. Auch ein Check von Blut oder Urin kann sinnvoll sein. In seltenen Fällen führen erst aufwändige Computeroder Kernspin tomo grafien zur genauen Diagnose.

    Wichtig: Für einige Untersuchungen muss Ihre Katze nüchtern sein. Füttern Sie sie deshalb bitte nicht vor dem Tierarztbesuch!

    Kombinierte Schmerztherapie

    Ziele einer Schmerztherapie sind einerseits die schnelle Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit und Lebensfreude der Katze und andererseits die Verhinderung des Schmerzgedächtnisses. Zunächst wird deshalb versucht, die Ursache des Schmerzes zu beseitigen. So werden z. B. schmerzende Zähne gezogen, Beinbrüche bzw. Tumoren operiert oder ein eitriger Abszess gespalten und entlastet. Besteht eine nicht zu beseitigende Schmerzursache, wie z. B. bei einer chronischen Gelenkentzündung, werden verschiedene Medikamente und Futterzusätze verwendet. Sie hemmen entweder die Freisetzung bestimmter Schmerz-Botenstoffe (Prostaglandine) im Blut oder vermindern die schmerzhafte Reibung arthrotisch veränderter Gelenke. In schweren Fällen werden auch morphiumartige Substanzen eingesetzt. Verabreicht werden die Medikamente als Spritzen, Tropfen, Pulver oder Tablet ten, deren Inhaltsstoffe auf die speziellen geschmacklichen Vorlieben von Katzen abgestimmt sind. So werden sie meist ohne Probleme einfach mitgefressen.

    Wichtig ist die begleitende Therapie. Je nach Grund erkrankung helfen der Katze homöopathische Mittel ebenso wie krankengymnastische Maßnahmen (Physiotherapie) oder Akupunktur. Auch Laser- oder Magnetfeld bestrahlungen, Stoßwellen- oder Aromatherapie tragen je nach Bedarf, zu einer kombinierten, ganzheitlichen Schmerztherapie bei.

    Bitte denken Sie daran:

    Katzen zeigen ihre Schmerzen kaum. Rechtzeitige Er kennung und konsequente Behandlung sichern nicht nur ein längeres Leben. Sie schaffen vor allem eine stressfreie, gute Lebensqualität.


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  • Würmer bei Welpen

    Viele Hunde- und Katzenwelpen haben Würmer!

    Ihr Tier auch? Nutzen Sie den Vorsorgeservice Ihrer Tierarztpraxis.

    Zu den häufigsten Wurmarten bei Hund und Katze zählen Spulwürmer, aber auch Haken- und Bandwürmer kommen vor. Jungtiere sind besonders betroffen.

    Wie schaden Würmer einem Tier?

    Würmer leben im Darm und ernähren sich von Blut, Nahrungsbrei oder Gewebe ihres Wirtes. So entziehen sie ihm wichtige Nährstoffe. Vor allem Welpen zeigen deshalb Entwicklungsstörungen, struppiges Fell, Abma- gerung oder getrübte Augen. Da Spulwürmer im Darm leben, erbrechen die Kleinen häufig und haben teilweise sogar blutigen Durchfall, der schnell lebensbedrohend werden kann. Bei starkem Hakenwurmbefall entwickelt sich eine massive Anämie (Blutarmut), die zum früh- zeitigen Tod des Tieres führen kann.

    Wie infizieren sich Hunde und Katzen?

    Je nach Wurmart werden Welpen schon im Mutterleib an- gesteckt. Spul- und Hakenwürmer gelangen als Larven auch über die Muttermilch in Magen und Darm der Kleinen. Da die Eier erwachsener Würmer im Darm abgegeben werden und mit dem Kot ins Freie gelangen, stecken sie sich außerdem immer wieder neu an, wenn sie an Kothäufchen schnuppern und dabei Wurmeier mit infektiösen Larven aufnehmen. Auch für erwachsene Hunde und Katzen kann jedes einzelne „Häufchen“ eine ständige Quelle für eine erneute Ansteckung sein. Da selbst ältere Tiere nicht immer genügend Abwehrkräfte haben, um die Larven- entwicklung zu verhindern, können sie nach erneuter Infektion wiederum Wurmeier ausscheiden und werden so zur neuen Infektionsquelle.

    Ist der Mensch gefährdet?

    Einige Wurmarten können bei Menschen schwerwiegende Krankheitssymptome hervorrufen, wobei Kinder besonders gefährdet sind. Spulwurmlarven durchwandern nämlich im Zuge ihrer Entwicklung zu ausgewachsenen Würmern zunächst den Körper der Tiere, werden dann aus der Lunge ins Maul hochgehustet und wieder abgeschluckt. Nimmt der Mensch beim Schmusen mit dem Welpen die Larven so direkt oder über Wurmeier auf, können sie in Organen wie Leber und Gehirn schwerwiegende Schäden verursachen. Wird das Auge befallen, kann der Mensch erblinden.

    Hakenwurmlarven dagegen bohren sich aktiv in die mensch- liche Haut und verursachen schmerzhafte Entzündungen.

    Wie stellt man Wurmbefall fest?

    Im Vordergrund steht in der Regel das schlechte All- gemeinbefinden. Darüber hinaus scheiden sehr junge Welpen Spulwürmer bei starkem Befall auch mit dem Kot als spaghettiartiges Knäuel aus oder sie erbrechen sie. Ältere Tiere dagegen zersetzen abgestorbene Würmer im Darm, sodass der Nachweis meist nur über die mik- roskopisch kleinen Eier der Parasiten gelingt. Für eine gezielte Behandlung gibt die regelmäßige tierärztliche Untersuchung einer über drei Tage gesammelten Kot- probe Aufschluss über die vorhandene Wurmart.

    Bandwürmer dagegen, mit denen sich Hunde und Katzen durch Flohbefall oder das Fressen von Mäusen infizieren können, geben ihre mit Eipaketen gefüllten Endglieder ab. Nur diese sind dann als reiskornähnliche Gebilde im Kot mit bloßem Auge zu erkennen.

    Wie werden Würmer bekämpft?

    Je nach Wurmart, Gewicht und Lebensalter des Tieres werden verschiedene, teils verschreibungspflichtige Medikamente angewendet. Ihr Praxisteam berät Sie sachkundig, wie d

    iese verabreicht werden.

    Auf keinen Fall wirksam gegen Würmer sind „Hausrezepte“ wie Gemüse oder Knoblauch!

    Ist Wurmbefall festgestellt worden, muss mehrmalig behandelt werden, um die Parasiten zu beseitigen. Die Pausen zwischen den Behandlungen richten sich nach Wurmart und Schwere des Befalls. Bei Welpen sollte die erste Entwurmung möglichst schon ab der zweiten Lebenswoche durchgeführt werden. Danach sind lebenslang mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr zu empfehlen. Im Einzelfall kann in Absprache mit Ihrer Tierarztpraxis sogar häufigeres Entwurmen nötig sein.

    Bedenken Sie:

    Würmer können das Leben Ihres Welpen akut bedro- hen. Auch erwachsene Hunde und Katzen bleiben ein Leben lang infektionsgefährdet. Nur regelmäßiges Entwurmen mit geeigneten Medikamenten aus Ihrer Tierarztpraxis bewahrt die Gesundheit Ihres Vier- beiners und schützt auch Sie und Ihre Familie vor einer Infektion.


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Quelle: Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.
Initiative s.m.i.l.e. - gesunde Tierliebe